Mitten in Deutschland: NSU - Die Täter – Heute ist nicht alle Tage

Drama | Deutschland 2016 | 102 Minuten

Regie: Christian Schwochow

Erster Film einer (Fernseh-)Trilogie über die rechtsradikale Terrorzelle „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU), deren mörderisches Treiben erst 2011 ein Ende fand. Teil des aufgedeckten Skandals waren nicht zuletzt auch die Ermittler, die bei den Morden stets fremdenfeindliche Hintergründe ausgeschlossen hatten. Alle Filme fragen, wie es möglich war, dass die Terrorzelle so lange unentdeckt morden konnte, wobei die fiktional konstruierten Geschichten konzeptionell überzeugend jeweils aus der Täter-, der Opfer- und der Ermittlerperspektive betrachtet werden. Der „Täter“-Film erzählt in fiebrigem Reportagestil von Beate Zschäpe und ihrem Abdriften ins Neonazi-Milieu, wobei sich aus fremdenfeindlichen Ressentiments ein abgründiger, rauschhaft zelebrierter, ideologisch aufgeheizter Fanatismus entwickelt. Die Nähe den Figuren führt nie zur Verharmlosung der Täter, offenbart vielmehr deren Monstrosität. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2016
Regie
Christian Schwochow
Buch
Thomas Wendrich
Kamera
Frank Lamm
Schnitt
Jens Klüber · Julia Karg
Darsteller
Anna Maria Mühe (Beate Zschäpe) · Albrecht Schuch (Uwe M.) · Sebastian Urzendowsky (Uwe B.) · Nina Gummich (Sandra) · Jonas Friedrich Leonhardi (Stefan)
Länge
102 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Drama

Heimkino

Auf DVD nur als Teil der Trilogie "Mitten in Deutschland: NSU" erschienen.

Verleih DVD
EuroVideo (16:9, 1.78:1, DD5.1 dt.)
DVD kaufen
Diskussion
Eisenach in Thüringen, 4. November 2011. In einem ausgebrannten Wohnmobil werden zwei junge Männer aus Ostdeutschland, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt, tot aufgefunden. Offensichtlich Selbstmord. Ein Video taucht auf, in dem sich eine rechtsradikale Gruppierung namens „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) zu einer Serie von Morden bekennt. Zu dieser NSU-Terrorzelle gehört neben Mundlos und Böhnhardt auch Beate Zschäpe, die sich am 8. November 2011 freiwillig der Polizei stellt. 13 Jahre lang lebte das NSU-Trio im Untergrund und war mutmaßlich verantwortlich für neun Morde an Menschen mit türkischem und griechischem Migrationshintergrund, für den Mord an einer deutschen Polizistin, mehrere Sprengstoffanschläge und mindestens 15 Raubüberfälle. Die Ermittlungen zu dieser ungeheuerlichen und beispiellosen Serie von Verbrechen, die zwischen 1998 und 2011 begangen wurden, sind bis heute nicht abgeschlossen. Auch der Prozess gegen Beate Zschäpe dauert noch an. Wie war es möglich, dass eine rechtsextreme Terrorzelle über ein Jahrzehnt hinweg unentdeckt morden konnte? Dieser Frage geht der ARD-Programmschwerpunkt „Mitten in Deutschland: NSU“ mit drei Spielfilmen n

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