Das Schweigen des Meeres

Drama | Frankreich 1947 | 86 Minuten

Regie: Jean-Pierre Melville

Frankreich 1941. Ein Oberleutnant der deutschen Wehrmacht wird bei einem alten Mann und seiner Nichte einquartiert. Sie begegnen dem Repräsentanten der Besatzungsmacht über Monate hinweg mit Schweigen, obwohl der Deutsche sich als gebildeter, sensibler Musiker mit ausgeprägter Liebe zu Frankreich und seiner Literatur offenbart. Als der Offizier erfährt, daß seine Vorgesetzten den "Geist Frankreichs" vernichten wollen, bittet er um seine Versetzung zu einer kämpfenden Einheit. Melvilles außergewöhnliches Spielfilmdebüt ist vielschichtiges, intelligentes Kammerspiel, das eindringlich die psychischen Auswirkungen der "Republik des Schweigens" auf den einzelnen thematisiert. Die sensible Inszenierung geht ebenso sorgfältig mit der Vorlage wie mit dem historischen Hintergrund um; auch Kameraführung, Lichtgestaltung und Besetzung sind eindrucksvoll. (arte: O.m.d.U.) - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
LE SILENCE DE LA MER
Produktionsland
Frankreich
Produktionsjahr
1947
Regie
Jean-Pierre Melville
Buch
Jean-Pierre Melville
Kamera
Henri Decaë
Musik
Edgar Bischoff
Schnitt
Jean-Pierre Melville · Henri Decaë
Darsteller
Howard Vernon (Werner von Ebrennac) · Nicole Stéphane (Nichte) · Jean-Marie Robain (Onkel) · Ami Aroe (Werners Braut) · Denis Sadier (SS-Offizier)
Länge
86 Minuten
Kinostart
-
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Drama | Literaturverfilmung

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