Dokumentarfilm | USA/Italien/Großbritannien 2015 | 92 Minuten

Regie: Lisa Immordino Vreeland

Dokumentarisches Porträt der Kunstsammlerin Peggy Guggenheim (1898-1979), die einen wertvollen Beitrag zur Kanonisierung moderner Malerei, insbesondere von Surrealismus, Kubismus und Dadaismus, leistete. Der Film zeichnet ihr ereignisreiches Leben nach, wobei er sich an der Biografie von Bograd Weld und deren bislang unzugänglichen Interviews mit der Galeristin orientiert. Damit übernimmt er auch Guggenheims Selbststilisierung als kunstbeflissene Verführerin, die sich ansatzweise von der Rolle der Sammlerin löste und erste Schritte in Richtung medienwirksamer Kunstevents unternahm. Neue Erkenntnisse Leben oder eine tiefergehende Analyse ihrer kuratorischen Arbeit bleiben aus. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
PEGGY GUGGENHEIM: ART ADDICT
Produktionsland
USA/Italien/Großbritannien
Produktionsjahr
2015
Regie
Lisa Immordino Vreeland
Buch
Lisa Immordino Vreeland · Bernadine Colish
Kamera
Peter Trilling
Musik
Steven Argila
Schnitt
Bernadine Colish · Jed Parker
Länge
92 Minuten
Kinostart
05.05.2016
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Dokumentarfilm

Heimkino

Verleih DVD
EuroVideo (16:9, 1.78:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
Eine elegante Dame thront auf einer Bank. Bis die Kamera aus dem historischen Foto herauszoomt. Einsam und verloren sitzt Peggy Guggenheim (1898-1979) plötzlich in einem Raum voller imposanter Kunstwerke. Und sieht sich fast unweigerlich mit der Frage konfrontiert, ob sich hinter der mondänen Frau in Wahrheit nicht ein „little girl“ verbarg? Dabei hat die 1979 verstorbene Kunstsammlerin zeitlebens die Wahrnehmung ihrer berühmten Persona gesteuert. In den verschiedenen Fassungen ihrer Autobiografie „Out of this Century“ plaudert sie in locker-saloppem Ton über ihre Sammelleidenschaft, die nicht nur der modernen Kunst galt. Gleichzeitig erfand sie sich darin selbst als Kunstwerk. Guggenheim stilisierte sich zur Sammlerin und Jägerin: eine androgyne Gestalt, die bis heute fasziniert, weil sie es verstand, männliche und weibliche Eigenschaften in einer Person grandios zu vereinen. Vergeblich warnte ihr Berater Herbert Read davor, sich als „stürmische Verführerin“ ins Gedächtnis zu schreiben. Gleichwohl ist ihr mit den zahlreichen Anekdoten und Würdigungen

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