The First Avenger: Civil War

Action | USA 2016 | 148 Minuten

Regie: Anthony Russo

Nachdem ein Einsatz der Avengers viele zivile Opfer erfordert hat, wird weltweit die Forderung nach einer Kontrolle der Superhelden laut. Ein Abkommen soll sie unter Aufsicht der UN stellen, was zum Streit unter den Avengers führt, da manche von ihnen politischen Missbrauch befürchten. Bald finden sich die Gegner des Abkommens nicht nur im Visier der Staatsmacht, sondern auch ihrer ehemaligen Kollegen. Die ebenso unterhaltsame wie clevere Fusion von Superhelden-Action und Politthriller zielt mit der Problematisierung der „Kollateralschäden“ auch auf die Zerstörungslust des Genres. Dramaturgisch bravourös arbeitet die Inszenierung die Standpunkte und Beziehungen der zahlreichen Charaktere heraus und macht deren Entwicklungen zum zentralen Spannungsmotor. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
CAPTAIN AMERICA: CIVIL WAR
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2016
Regie
Anthony Russo · Joe Russo
Buch
Christopher Markus · Stephen McFeely
Kamera
Trent Opaloch
Musik
Henry Jackman
Schnitt
Jeffrey Ford · Matthew Schmidt
Darsteller
Chris Evans (Steve Rogers/Captain America) · Robert Downey jr. (Tony Stark/Iron Man) · Scarlett Johansson (Natasha Romanoff/Black Widow) · Sebastian Stan (Bucky Barnes/Winter Soldier) · Anthony Mackie (Sam Wilson/Falcon)
Länge
148 Minuten
Kinostart
28.04.2016
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Action | Comicverfilmung | Science-Fiction

Heimkino

Die Standardausgabe (DVD) enthält keine erwähnenswerten Extras. Die 2D-BD enthält eine Audiodeskription für Sehbehinderte, allerdings nur in englischer Sprache. Die Extras der umfangreicheren BD umfassen indes u.a. einen Audiokommentar der Regisseure und der Drehbuchautoren, ein ausführliches zweiteiliges „Making of“ (46 Min.) sowie ein Feature mit vier im Film nicht verwendeten Szenen (8 Min.). Die BD Edition sind mit dem Silberling 2016 ausgezeichnet.

Verleih DVD
Walt Disney (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Walt Disney (16:9, 2.35:1, dts-HDMA7.1 engl., dts:X dt.)
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Diskussion
Je spektakulärer die Zerstörungsorgie, umso besser: diese Genre-Faustregel hat jüngst gerade „Batman v. Superman“ (fd 43 831) durchexerziert. Auch die Filme des „Marvel Cinematic Universe“ (MCU) sind in Sachen Kollateralschäden nicht gerade zimperlich. In „Avengers: Age of Ultron“ (fd 43 060) wurde eine Stadt im fiktiven osteuropäischen Land Sokovia zuerst aus dem Boden gerissen, in die Luft gehoben und dann dem Erdboden gleichgemacht. Klar, eigentlich wollen die Helden die Menschheit nur vor den Bad Guys beschützen. Aber müssen die Konfrontationen immer in den dicht bevölkerten urbanen Zentren ausgetragen werden? Und sind die Avengers der Bevölkerung nicht auch Rechenschaft schuldig für den menschlichen und materiellen Schaden? „The First Avenger: Civil War“ baut auf dieser Frage, die auch selbstkritisch auf die Zerstörungslust des Genres zielt, seinen zentralen Konflikt auf. Nachdem eine Mission eines Avengers-Teams unter der Leitung von Steve Rogers/Captain America in Lagos viele zivile Opfer kostete, erhebt sich weltweit Protest gegen die von keiner staatlichen Stelle legitimierten Aktivitäten der Avengers. Das Ergebnis ist da

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