Monsieur Chocolat

Biopic | Frankreich 2016 | 120 Minuten

Regie: Roschdy Zem

Ende des 19. Jahrhunderts entwickeln der Clown Foottit und der ehemalige Sklave Rafael Padilla die Figur des dummen Augusts, wobei der autoritäre weiße Foottit zum Höhepunkt seinem alles falsch machenden schwarzen Partner Chocolat den Hintern versohlt. Der Auftritt erweist sich als Publikumsmagnet, doch mit dem Ruhm und zunehmender politischer Sensibilisierung will sich Chocolat nicht mehr mit der Rolle des Prügelknaben zufrieden geben. Das mit viel kostümierter Patina ausgestattete Drama basiert auf der Lebensgeschichte von Rafael Padilla (ca. 1865-1917), behandelt aber Rassismus und Diskriminierung nicht als historische Themen, sondern legt aktuelle Parallelen nahe. Der unaufdringlich-konventionell inszenierte Film lebt vor allem von der kongenialen Leistung der beiden Hauptdarsteller. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
CHOCOLAT
Produktionsland
Frankreich
Produktionsjahr
2016
Regie
Roschdy Zem
Buch
Cyril Gély · Olivier Gorce · Gérard Noiriel · Roschdy Zem
Kamera
Thomas Letellier
Musik
Gabriel Yared
Schnitt
Monica Coleman
Darsteller
Omar Sy (Chocolat) · James Thiérrée (Footit) · Clotilde Hesme (Marie) · Olivier Gourmet (Oller) · Frédéric Pierrot (Delvaux)
Länge
120 Minuten
Kinostart
19.05.2016
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Biopic | Drama | Zirkusfilm

Heimkino

Verleih DVD
dcm/Universum (16:9, 2.35:1, DD5.1 frz./dt.)
Verleih Blu-ray
dcm/Universum (16:9, 2.35:1, dts-HDMA frz./dt.)
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Diskussion
„Être chocolat“ („Schokolade sein“), ist ein Ausdruck, den in Frankreich jeder kennt. Er bedeutet: der Angeschmierte, der Dumme sein. Wie die Schokolade da hineinkommt, weiß allerdings kaum noch einer. Auch der Clown Rafael Padilla alias Chocolat, auf den der Ausdruck zurückgeht, ist in Vergessenheit geraten. Um 1900 herum erlangte er mit seinen Darbietungen im Pariser Nouveau Cirque als erster schwarzer Künstler in Frankreich große Berühmtheit. Er zierte Werbeplakate, eine Lithographie von Toulouse-Lautrec und wurde von den Brüdern Lumière gefilmt. Vor allem aber gilt er, zusammen mit seinem weißen Partner Footit, als Erfinder der Figur des dummen Augusts, eben jenes Angeschmierten, der seither in der Clownerie nicht mehr wegzudenken ist. Dieses in den Geschichtsbüchern fehlende Kapitel der französisch

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