Drama | Großbritannien/Deutschland 2015 | 103 Minuten

Regie: Omer Fast

Ein junger Mann verliert durch einen Unfall sein Gedächtnis und macht sich an die Rekonstruktion seiner Vergangenheit. Ebenso minutiös wie realistisch gestaltet er die obsessive Instandsetzung seiner Erinnerungsfragmente und Déjà-vu-Eindrücke, bis diese selbst zur Wirklichkeit wird. Das Spielfilmdebüt des israelischen Videokünstlers Omer Fast erforscht nach einem Roman von Tom McCarthy die Mechanismen und Funktionsweisen von Erinnerung, insbesondere mit Blick auf die Konstruktion von Identität. Ein souverän inszenierter Balanceakt zwischen Thriller und Konzeptfilm, der sich auch als eine Reflexion über das Filmemachen lesen lässt. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
REMAINDER
Produktionsland
Großbritannien/Deutschland
Produktionsjahr
2015
Regie
Omer Fast
Buch
Omer Fast
Kamera
Lukas Strebel
Musik
Schneider TM
Schnitt
Andrew Bird
Darsteller
Tom Sturridge (Tom) · Cush Jumbo (Catherine) · Ed Speleers (Greg) · Danny Webb (Samuels) · Nicholas Farrell (Daubenay)
Länge
103 Minuten
Kinostart
12.05.2016
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Drama

Heimkino

Die DVD enthält eine Audiodeskription für Sehbehinderte, allerdings nur in englischer Sprache.

Verleih DVD
Piffl (16:9, 1.78:1, DD5.1 engl./dt.)
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Souveräner Spagat zwischen Thriller und Konzeptkunst von Omer Fast

Diskussion
„Über den Unfall kann ich wenig sagen. Irgendetwas fiel vom Himmel.“ Als Tom aus dem Koma erwacht, erkennt er die Umgebung nicht mehr – und sich selbst nicht in ihr. Die Welt muss neu betrachtet und ertastet werden, der Körper lernen, wie das geht: laufen, sich die Schuhe binden, nach Gegenständen greifen. Für die fehlenden Erinnerungen an die Zeit vor dem Unfall gibt es hingegen keine Vorlage oder Handlungsanweisung. Stattdessen klafft da ein schwarzes Loch. So greift Tom am Anfang von „Remainder“ immer wieder ins Leere und berührt die Luft, wie um einer unkonturierten Welt Konturen abzuringen. Einmal zeichnet er mit seinem Finger langsam einen Kreis nach, den jemand in die Glastür einer Telefonzelle geritzt hat, als könne er sich damit ein Stüc

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