Dokumentarfilm | Iran/Deutschland/Schweiz 2015 | 91 Minuten

Regie: Rokhsareh Ghaem Maghami

Dokumentarfilm über eine 18-jährige Afghanin, die von einer großen Karriere als Rapperin träumt. Doch ihre Familie hat andere Pläne: Die selbstbewusste Tochter soll bald verkauft werden, an einen Mann, den sie nicht kennt. Auf vielschichtige Weise beschreibt der Film, wie Mütter zu Komplizinnen einer unbarmherzigen Tradition werden, obwohl sie selbst Opfer dieses Systems sind. Seine unermüdliche Hauptfigur schenkt dem Film viele hoffnungsvolle Momente, der zugleich doch auch ein tief trauriges Werk über eine Gesellschaft ist, in der Menschenhandel Tradition hat. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
SONITA
Produktionsland
Iran/Deutschland/Schweiz
Produktionsjahr
2015
Regie
Rokhsareh Ghaem Maghami
Buch
Rokhsareh Ghaem Maghami
Kamera
Behrouz Badrouj · Ali Mohammad Ghasemi · Mohammad Haddadi · Arastoo Givi · Torben Bernard
Musik
Moritz Denis
Schnitt
Rune Schweitzer
Länge
91 Minuten
Kinostart
26.05.2016
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Dokumentarfilm

Doku: Eine junge Afghanin rappt gegen Diskriminierung

Diskussion
Die Afghanin Sonita ist achtzehn Jahre alt. Ihre Eltern sind Michael Jackson und Rihanna – oder wenigstens ihre geistigen Verwandten. Sonita ist in die iranische Hauptstadt Teheran geflohen. Mit einigen Geschwistern lebt sie in einer schäbigen engen Wohnung. Die Wände sind verdreckt, kaum Licht dringt herein, und dann kommt auch noch der Vermieter und will sie vertreiben. Wenigstens in der Mädchenschule einer Hilfsorganisation fühlt sich Sonita zuhause. Ihren begeisterten Klassenkameradinnen rappt sie ihre erstaunlich reifen, sozialkritischen Lieder vor. Das selbstbewusste hübsche Mädchen träumt von einer großen Karriere, doch ihre Familie in Afghanistan hat andere Pläne: Sonita soll bald verkauft werden, für einige tausend Dollar, an

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