Drama | Deutschland 2015 | 105 Minuten

Regie: Johannes Schmid

Verfilmung des gleichnamigen Romans von Peter Stamm: Ein erfolgloser Autor trifft in der Unibibliothek eine junge Frau und lässt sich mit ihr auf eine Liaison sowohl amouröser als auch literarischer Natur ein: er schreibt ihre Geschichte – was zu Komplikationen führt, als die Fiktion die Realität überholt und auch die Fortführung der Beziehung eine Frage ihrer Erzählbarkeit wird. Der Film bemüht sich, interpretatorisch dem postmodernen Ansatz des Romans gerecht zu werden, findet dabei aber oft keine überzeugenden Lösungen. Auch den Darstellern gelingt es nicht, Anteilnahme für die Figuren zu erzeugen. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2015
Regie
Johannes Schmid
Buch
Johannes Schmid · Nora Lämmermann
Kamera
Michael Bertl
Musik
Michael Heilrath · Anna Ternheim
Schnitt
Henk Drees
Darsteller
Odine Johne (Agnes) · Stephan Kampwirth (Walter) · Sonja Baum (Louise) · Walter Hess (Professor Kutasov) · Berit Karla Menze (Susann)
Länge
105 Minuten
Kinostart
02.06.2016
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Drama | Literaturverfilmung
Diskussion
Eine Erfolgsgeschichte: 1998 erschien „Agnes“, das Romandebüt des Schweizers Peter Stamm, das sich in den folgenden Jahren, wiewohl bei der Literaturkritik nicht unumstritten, zum veritablen Bestseller entwickelte. Überdies zeigte sich, dass der schmale Band mit seinen Anleihen bei Frischs „Homo Faber“ und Shaws „Pygmalion“, verbunden mit einer erzähltheoretischen Kniffligkeit in Sachen Fiktion/Realität, sich perfekt für den Deutschunterricht eignet. Mittlerweile zählt „Agnes“ seit ein paar Jahren zu den Pflichtlektüren für Abiturienten. Da kommt eine Verfilmung des Romans ja gerade recht, könnte man meinen. Auch der Film „Agnes“ erzählt rückblickend von der Liebesgeschichte zwischen dem Autor Walter und der hochbegabten Physik-Studentin Agnes, die sich in der Universitätsbibliothek begegnen, wo Walter für ein Buchprojekt recherchiert.

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