Mein Praktikum in Kanada

Komödie | Kanada 2015 | 104 Minuten

Regie: Philippe Falardeau

Ein eifriger Student der Politikwissenschaft aus Haiti macht ein Praktikum in Kanada und landet unter den Fittichen eines Abgeordneten, dessen primäres politisches Interesse es ist, sich aus allem rauszuhalten. Als der Hinterbänkler durch Verwicklungen ins politische Rampenlicht gerät, wird es spannend, auch für den Praktikanten und seine Familie, die via Skype die Erlebnisse des Sohns kommentiert. Die Schwundform eines demokratisch legitimierten Lobbyismus in der ersten Welt trifft auf ein demokratiehungriges und diktaturerfahrenes Publikum in der dritten Welt, das das Geschehen im Norden als Chor kommentiert. Dies könnte der Ansatz zu einer ebenso amüsanten wie klugen Studie in Sachen Demokratie sein, reicht aber nur zu einer weitgehend zahnlosen Komödie. - Ab 12.

Filmdaten

Originaltitel
GUIBORD S'EN VA-T-EN GUERRE
Produktionsland
Kanada
Produktionsjahr
2015
Regie
Philippe Falardeau
Buch
Philippe Falardeau
Kamera
Ronald Plante
Musik
Martin Léon
Schnitt
Richard Comeau
Darsteller
Patrick Huard (Steve Guibord) · Suzanne Clément (Suzanne) · Irdens Exantus (Souverain Pascal) · Clémence Dufresne-Deslières (Lune) · Sonia Cordeau (Stéphanie Caron-Lavallée)
Länge
104 Minuten
Kinostart
26.05.2016
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 12.
Genre
Komödie
Diskussion
Vielleicht bezeichnet die Diskrepanz zwischen dem Originaltitel und dem deutschsprachigen Verleihtitel schon die Crux des neuen Films von Philippe Falardeau („Monsieur Lazhar“, (fd 41 020)). Aus „Guibord s’en va-t-en guerre“ wurde ein prosaisches „Mein Praktikum in Kanada“, was allerdings auch eine erhebliche Verschiebung der Erzählperspektive impliziert. Dass das durchaus problemlos möglich ist, impliziert auch, dass der Film selbst nicht so recht gewusst zu haben scheint, was er eigentlich erzählen will. Halten wir uns zunächst ans Original! In Kanada ist der ehemalige Eishockey-Profi Steve Guibord eine lebende Legende, ein Nationalheld, hat er doch einst ein entscheidendes Tor erzielt. Seine ausgeprägte Flugangst brachte ihn allerdings um die Karriere, die seinem Talent entsprochen hä

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