Lou Andreas-Salomé

Biopic | Deutschland/Österreich 2016 | 113 Minuten

Regie: Cordula Kablitz-Post

Filmbiografie der Schriftstellerin Lou Andreas-Salomé (1861-1937), die zu den meistgelesenen Frauen ihre Zeit zählte. Die Tochter eines russischen Generals studiert in Zürich, begegnet in Rom Paul Rée und Friedrich Nietzsche, lebt in einer Scheinehe mit dem Orientalisten Friedrich Carl Andreas und lernt die Liebe durch Rainer Maria Rilke kennen. Das aufschlussreiche Porträt einer gebildeten, selbstbewussten und emanzipierten Frau, vielschichtig dargestellt, während die männlichen Figuren eher blass wirken. Nebenbei ein kleines Traktat, wie man die eigene Lebensgeschichte erzählt und aufarbeitet. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
LOU ANDREAS-SALOMÉ
Produktionsland
Deutschland/Österreich
Produktionsjahr
2016
Regie
Cordula Kablitz-Post
Buch
Cordula Kablitz-Post · Susanne Hertel
Kamera
Matthias Schellenberg
Musik
Judit Varga
Schnitt
Beatrice Babin
Darsteller
Katharina Lorenz (Lou Andreas-Salomé (21-50 Jahre)) · Nicole Heesters (Lou Andreas-Salomé (72 Jahre)) · Liv Lisa Fries (Lou Andreas-Salomé (16 Jahre)) · Helena Pieske (Lou Andreas-Salomé (6 Jahre)) · Katharina Schüttler (Mariechen)
Länge
113 Minuten
Kinostart
30.06.2016
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Biopic
Diskussion
Es beginnt in angedeuteter Zeitlupe mit einem beschriebenen Blatt Papier, das langsam zu Boden gleitet, während eine junge Frau im stummen Schrei verharrt. Sie begreift in diesem Moment, dass sie als Geliebte oder Ehefrau, also als Anhängsel eines Mannes, kein selbstbestimmtes, gleichberechtigtes Leben führen wird. Die Rede ist von Lou Andreas-Salomé (1861-1937), Schriftstellerin, Philosophin und Psychoanalytikerin, eine der gelehrtesten Frauen ihrer Zeit, befreundet mit Nietzsche, Freud und Rilke, im regen Austausch mit bekannten Dramatikern. Eine kämpferische Frau, die für sich Freiheit und Unabhängigkeit in Anspruch nahm. Und das Recht auf Bildung und Denken. Die von Cordula Kablitz-Post inszenierte Filmbiografie wird von einer Rahmenhandlung angestoßen, die den Film interpunktiert und strukturiert. Ein jun

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