Zeit für Legenden

Biopic | Kanada/Deutschland 2016 | 118 Minuten

Regie: Stephen Hopkins

Schwelgerisches Biopic über den US-amerikanischen Leichtathleten Jesse Owens (1913-1980), der bei der Olympiade 1936 in Berlin mit vier Goldmedaillen zum schwarzen Star der „Nazi-Spiele“ aufstieg. Dabei hatten nicht nur die deutschen Machthaber mit Owens’ Hautfarbe ihre Probleme: Der Ausnahmeathlet musste sich auch in den USA gegen viele Ressentiments behaupten. Die unterhaltsame Heldengeschichte hakt beflissentlich die biografischen Stationen Karriere ab, entwickelt aber keinen Sinn für die aufgeworfenen (gesellschafts-)politischen und ethischen Fragen. Auch das Sportdrama verpufft in uninspiriert inszeniertem Wettkampfpathos. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
RACE
Produktionsland
Kanada/Deutschland
Produktionsjahr
2016
Regie
Stephen Hopkins
Buch
Joe Shrapnel · Amanda Waterhouse
Kamera
Peter Levy
Musik
Rachel Portman
Schnitt
John Smith
Darsteller
Stephan James (Jesse Owens) · Jason Sudeikis (Larry Snyder) · Jeremy Irons (Avery Brundage) · Carice van Houten (Leni Riefenstahl) · William Hurt (Jeremiah Mahoney)
Länge
118 Minuten
Kinostart
28.07.2016
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Biopic | Sportfilm

Heimkino

Verleih DVD
Universum (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Universum (16:9, 2.35:1, dts-HDMA engl./dt.)
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Diskussion
Das eine ist Sport, das andere Politik! Am Vorabend der Olympischen Spiele 1936 in Berlin gab es im Nationalen Olympischen Komitee der Vereinigten Staaten von Amerika heftige Diskussionen. Was hat Sport mit Politik zu tun? Sollen die USA an den Wettbewerben im nationalsozialistischen Deutschland teilnehmen, und wenn ja, dürfen oder müssen jüdische und schwarze Athleten auch unter jener Hakenkreuz-Flagge antreten, die für Menschenverachtung und Rassenhygiene steht? „Zeit für Legenden“ widmet diesen grundlegenden Fragen immerhin eine Art Zwischengeplänkel, fast ein wenig versteckt zwischen Familiendrama, Heilsgeschichte, Erfolgs- und Volksmärchen, Polit- und Psychodrama. Es geht um einen Sportler aus armen Verhältnissen, der eine der größten Sportgeschichten aller Zeiten schrieb. Als Jesse Owens 1933 seine Heimatstadt Cleveland und somit Freundin und Tochter verließ, um an der Ohio State University im fernen Columbus das Laufen zu lernen, waren die Hürden enorm. Owens stammte aus der

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