Drama | Deutschland 2016 | 102 Minuten

Regie: Anne Zohra Berrached

Eine auf der Bühne erfolgreiche Komikerin erfährt im sechsten Monat ihrer Schwangerschaft, dass ihr Kind mit dem Down-Syndrom auf die Welt kommen wird. Nach anfänglicher Unsicherheit arrangieren sie und ihr Mann sich mit der Situation, als bei dem Embryo ein Herzfehler entdeckt wird. Während die Frau eine Spätabtreibung ins Auge fasst, argumentiert ihr Mann entschieden dagegen. Das gründlich recherchierte Drama entwickelt die diametralen Positionen in intensiven Dialogszenen sowie einer ausgewogenen Darstellung des Gewissenskonflikts. Weil der Film selbst dabei keine Stellung bezieht, bleibt er in seiner Aussage letztlich vage, zumal die Akribie des Drehbuchs durch die konventionelle Inszenierung eher konterkariert wird. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2016
Regie
Anne Zohra Berrached
Buch
Carl Gerber · Anne Zohra Berrached
Kamera
Friede Clausz
Musik
Jasmin Reuter
Schnitt
Denys Darahan
Darsteller
Julia Jentsch (Astrid Lorenz) · Bjarne Mädel (Markus Häger) · Emilia Pieske (Nele) · Johanna Gastdorf (Beate Lorenz) · Maria Dragus (Kati)
Länge
102 Minuten
Kinostart
22.09.2016
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Drama
Diskussion
Astrid Lorenz ist eine Marke. Wo immer die erfolgreiche Komikerin die Bühne betritt, weiß das Publikum, was es zu erwarten hat: Unverblümtes über Frauen, Männer und die Welt, präsentiert mit echter Berliner Schnauze und Selbstironie. Und wenn sich die Umstände in Astrids Leben ändern, wird das einfach ins Bühnenprogramm integriert. So lässt sich ihre zweite Schwangerschaft für Scherze über den wachsenden Bauch, überforderte Väter und sogar ein wenig kritische Gegenwartsanalyse nutzen. „Schwanger? Das versteht heute doch gar keiner mehr“, heißt es dann etwa, oder auch: „Die Leute gucken mich an, als ob ich sagen würde, dass ich nach Nordkorea ziehe oder zum IS gehe!“ Leicht hingeworfen klingt es, wenn Lorenz das sagt, doch schon in diesen frühen Momenten in „24 Wochen“ ist eine tiefsitzende Verunsicherung zu spüren: Ihr Promi-Status

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