Jugendfilm | Deutschland 2016 | 93 Minuten

Regie: Fatih Akin

Zwei 14-jährige Jungen aus grundverschiedenen sozialen Milieus raufen sich in den Sommerferien zusammen und starten in einem gestohlenen Lada zu einer ereignisreichen, mitunter gefahrvollen Spritztour durch die ostdeutsche Provinz. Temperamentvolle Verfilmung des Jugendromans von Wolfgang Herrndorf, die sich dank prägnanter Bilder und Szenen sowie der ungewöhnlichen Musikauswahl zunehmend von der literarischen Vorlage zu lösen versteht. Nach holprigem Beginn erzählt das teils märchenhaft überhöhte Road Movie überzeugend von magischen Momenten des Erwachsenwerdens und bringt glaubwürdig die Gefühlswelt der Jugendlichen auf den Punkt. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2016
Regie
Fatih Akin
Buch
Lars Hubrich · Hark Bohm
Kamera
Rainer Klausmann
Musik
Vince Pope
Schnitt
Andrew Bird
Darsteller
Anand Batbileg (Andrej "Tschick" Tschichatschow) · Tristan Göbel (Maik Klingenberg) · Mercedes Müller (Isa) · Anja Schneider (Maiks Mutter) · Uwe Bohm (Maiks Vater)
Länge
93 Minuten
Kinostart
15.09.2016
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Jugendfilm | Komödie | Literaturverfilmung | Road Movie

Heimkino

Die Extras umfassen u.a. einen Audiokommentar des Regisseurs, des Drehbuchautors und des Cutters. Des Weiteren die erhellenden, mit Filmausschnitten illustrierten Interviews mit dem Regisseur "Fatih erklärt eine Szene" - SPIEGEL ONLINE (4 Min.), "Go Fatih Go - Ein Roadtrip mit Fatih Akin" (12 Min.), eine Lesung mit Buchautor Wolfgang Herrndorf (59 Min.) sowie ein Feature mit zwei im Film nicht verwendeten Szenen (3 Min.). Die ebenfalls erhältlichen Mediabooks (DVD und BD) enthalten zudem ein mustergültiges 32-seitiges Booklet mit Analysen zum Film. Die Mediabooks sind mit dem Silberling 2017 ausgezeichnet.

Verleih DVD
StudioCanal (16:9, 1.85:1, DD5.1 dt.)
Verleih Blu-ray
StudioCanal (16:9, 1.85:1, dts-HDMA dt.)
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Diskussion
„Landkarten sind für Muschis“, sagt der Junge mit dem runden Gesicht und der Irokesen-Frisur. Sein langhaariger Mitfahrer ist eher skeptisch. Zu diesem Zeitpunkt sind die beiden 14-Jährigen mit dem geklauten Lada schon längst unterwegs. Ihr Ziel ist die Walachei. Zum Umkehren ist es zu spät. Tschick und Maik sind Verbündete wider Willen. Als „Asi“ gilt der eine, weil er oft angetrunken in die Schule kommt und recht verwahrlost wirkt, als „Psycho“ der andere, weil seine Mutter den Urlaub regelmäßig auf einer Beautyfarm verbringt – so nennt die Alkoholikerin die Entzugsklinik. Was beide Jungs verbindet, ist die Ablehnung der anderen. Auf die Partys bei den schönsten Mädchen der Klasse sind Tschick und Maik nie eingeladen. Jetzt müssen sie ihren eigenen Weg finden, um in den Sommerferien aus dem Alltag auszubrechen und auf eigene Faust etwas zu erleben. Der Lada ist dafür das g

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