Die Mitte der Welt (2016)

Coming-of-Age-Film | Deutschland/Österreich 2016 | 115 Minuten

Regie: Jakob M. Erwa

Ein 17-Jähriger sucht in einer wichtigen Lebensphase nach Orientierung und Identität, wobei er sich mit den düsteren Geheimnissen in seiner unkonventionellen Familie ebenso konfrontiert sieht wie mit persönlichen Gefühlswirren, als er sich in einen gleichaltrigen Mitschüler verliebt. Die temperamentvolle, bewegende Adaption des Romans von Andreas Steinhöfel fokussiert auf zentrale Aspekte der Vorlage und verzichtet damit auf viele Handlungsstränge und Figuren. Der Film nähert sich darüber aber höchst respektvoll und zärtlich seinem jungen Protagonisten an, womit er dem Kern des Romans nahe kommt, indem er an Toleranz und Aufrichtigkeit appelliert und die existenzielle Kraft von Gefühlen feiert. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland/Österreich
Produktionsjahr
2016
Regie
Jakob M. Erwa
Buch
Jakob M. Erwa
Kamera
Ngo The Chau
Musik
Paul Gallister
Schnitt
Carlotta Kittel
Darsteller
Louis Hofmann (Phil) · Sabine Timoteo (Glass) · Jannik Schümann (Nicholas) · Ada Philine Stappenbeck (Dianne) · Inka Friedrich (Tereza)
Länge
115 Minuten
Kinostart
10.11.2016
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Coming-of-Age-Film | Literaturverfilmung | Tragikomödie

Heimkino

Verleih DVD
Universum
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Diskussion
Eines ist auch nach diesem schönen, so bewegenden wie temperamentvollen Film gewiss: Andreas Steinhöfels Roman „Die Mitte der Welt“ bleibt weiterhin unverfilmbar. Das mag nach einem Widerspruch klingen, ist es aber nicht. Denn eigentlich ist der Film gar keine Romanverfilmung, zumindest nicht im konventionellen Sinne, vielmehr die sinnliche Verdichtung einiger zentraler Handlungs- und Themenmotive der literarischen Vorlage. Womit der Film ganz wunderbar neben dem Roman bestehen kann. Was Andreas Steinhöfel, dem Autor u.a. der „Rico & Oskar“-Geschichten, mit seinem (bisherigen) literarischen Glanzstück gelang, würde man andernorts mit Romanciers wie John Irving vergleichen: „Die Mitte der Welt“ kreiert ein überbordendes „Himmelsgewölbe“, kunstvoll gewebt aus zahllosen Episoden, Anekdoten und wagemutig verdichteten Erzählsträngen, getragen von lakonischem Humor, en

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