Jeder stirbt für sich allein (2016)

Drama | Deutschland/Frankreich/Großbritannien 2016 | 100 Minuten

Regie: Vincent Perez

Nach dem Kriegstod ihres Sohns im Jahr 1940 beginnt ein unauffälliges Arbeiter-Ehepaar in Berlin, Postkarten zu schreiben und auszulegen, auf denen es die Verbrechen des NS-Staats anprangert. Zwei Jahre lang bleibt es unentdeckt, dann aber zieht sich das Netz der Polizei immer enger zu. Neuverfilmung des eindringlich-intensiven Romans von Hans Fallada, die das reiche Panorama der Vorlage eindampft und die Erzählung auf sentimentale Gesten und hastig aufeinanderfolgende Stationen reduziert. Allein die beiden hervorragenden Hauptdarsteller und einige wenige Spannungssequenzen ragen aus der uninspirierten Inszenierung hervor. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
ALONE IN BERLIN
Produktionsland
Deutschland/Frankreich/Großbritannien
Produktionsjahr
2016
Regie
Vincent Perez
Buch
Achim von Borries · Vincent Perez · Bettine von Borries
Kamera
Christophe Beaucarne
Musik
Alexandre Desplat
Schnitt
François Gédigier
Darsteller
Brendan Gleeson (Otto Quangel) · Emma Thompson (Anna Quangel) · Daniel Brühl (Kommissar Escherich) · Mikael Persbrandt (Standartenführer Prall) · Katrin Pollitt (Eva Kluge)
Länge
100 Minuten
Kinostart
17.11.2016
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Drama | Historienfilm
Diskussion
Als düster und trostlos empfand Hans Fallada die Arbeit an seinem letzten Roman. Briefe aus dem Jahr 1946 legen nahe, dass der Schriftsteller lange Zeit an der Aufgabe verzweifelte, in „Jeder stirbt für sich allein“ zumindest ein wenig Optimismus und Hoffnung einfließen zu lassen. Dafür bot die wahre Geschichte des Arbeiter-Ehepaars Hampel, das einen bescheidenen Widerstandsakt gegen das Nazi-Regime wagte und nach der Entdeckung hingerichtet wurde, auch nur wenig Spielraum. Selbst der Erfolgsautor Fallada konnte dieses Dilemma letztlich nicht lösen. Er behalf sich jedoch, indem er um das bei ihm Quangel hei

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