Florence Foster Jenkins

Biopic | Großbritannien 2016 | 110 Minuten

Regie: Stephen Frears

Fiktionale Dramatisierung der Geschichte von Florence Foster Jenkins (1868-1944), die in den 1940er-Jahren die New Yorker Kunstszene belebt und mit Unterstützung ihres Ehemanns den Traum verfolgt, eine gefeierte Opernsängerin zu werden. Doch die Mäzenin singt falsch, was ihr aber niemand sagen will. Ein Konzert vor Kriegsveteranen in der Carnegie Hall droht deshalb zum Desaster zu werden. Die unterhaltsame Tragikomödie bringt den Widerspruch zwischen Ideal und Wirklichkeit pointiert auf den Punkt, spiegelt aber auch die Heuchelei einer Gesellschaft, die um ihre Vorteile fürchtet. Meryl Streep fächert in der Hauptrolle die Widersprüche der schillernden Titelfigur ebenso komisch wie vielschichtig auf. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
FLORENCE FOSTER JENKINS
Produktionsland
Großbritannien
Produktionsjahr
2016
Regie
Stephen Frears
Buch
Nicholas Martin
Kamera
Danny Cohen
Musik
Alexandre Desplat
Schnitt
Valerio Bonelli
Darsteller
Meryl Streep (Florence Foster Jenkins) · Hugh Grant (St. Clair Bayfield) · Simon Helberg (Cosmé McMoon) · Rebecca Ferguson (Kathleen) · Nina Arianda (Agnes Stark)
Länge
110 Minuten
Kinostart
24.11.2016
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Biopic | Tragikomödie
Diskussion
Die Oper verzeiht keine Fehler. Es gibt keine andere darstellende Kunst, in der die Besucher ihr Missfallen so lautstark kundtun. Buhrufe bei Premieren, mit denen das konservative Publikum zumeist auf die zu moderne Regie abzielt, renken sich später im Repertoire wieder ein. Doch nicht singen zu können: das passt nicht zum Perfektionsgedanken der Oper, bei der die Kunst der Sängerinnen, von Maria Callas bis zu Gabriela Benacková, mit Wohlklang und Schönheit assoziiert wird. Dvoráks „Ode an den Mond“ ist neben der Musik auch deshalb so bezaubernd, weil sie von der Benacková so klar und weich dargeboten wird. Alles andere ist undenkbar. Vor diesem Hintergrund ist die „Karriere“ von Florence Foster Jenkins (1868-1944) umso erstaunlicher und absurder: Sie traf keinen Ton. Und niemand traute sich, es ihr zu sagen. Regisseur Stephen Frears erzählt die wahre Geschichte dieser exzentri

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