Gangsterfilm | Italien/Frankreich 2015 | 135 Minuten

Regie: Stefano Sollima

Ein italienischer Politiker verstrickt sich immer tiefer in mafiöse Machenschaften, als er seine sexuellen Eskapaden vertuschen will, bei denen eine minderjährige Prostituierte durch exzessiven Drogengenuss ums Leben kam, und löst eine unkalkulierbare Folge von Machtkämpfen, Bedrohung, Erpressung, Bestechung und Rache aus. Fulminanter Neo-Noir-Thriller, der seine schaudererregende und zugleich faszinierende Analyse italienischer Herrschaftsstrukturen als dämonischen Countdown zum Jüngsten Gericht konzipiert und das monströse Verhalten der Mächtigen in einem manieristischen Bilderrausch einfängt. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
SUBURRA
Produktionsland
Italien/Frankreich
Produktionsjahr
2015
Regie
Stefano Sollima
Buch
Sandro Petraglia · Stefano Rulli · Giancarlo De Cataldo · Carlo Bonini
Kamera
Paolo Carnera
Musik
Pasquale Catalano
Schnitt
Patrizio Marone
Darsteller
Pierfrancesco Favino (Filippo Malgradi) · Jean-Hugues Anglade (Kardinal Berchet) · Greta Scarano (Viola) · Elio Germano (Sebastiano) · Giulia Elettra Gorietti (Sabrina)
Länge
135 Minuten
Kinostart
26.01.2017
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Gangsterfilm | Literaturverfilmung | Thriller

Heimkino

Verleih DVD
Koch (16:9, 2.35:1, DD5.1 ital./dt.)
Verleih Blu-ray
Koch (16:9, 2.35:1, dts-HDMA ital./dt.)
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Diskussion
Es gehört zu den „Misteri italiani“, dass Regierungskrisen und politische Skandale nicht abreißen wollen. Immer wieder werden Vorwürfe des Amtsmissbrauchs, der mafiösen Verstrickung, der Vetternwirtschaft und Korruption laut. Wie kann man in einem solchen Klima noch die moralisch verrohten, kriminellen Strukturen ästhetisch bannen, deren Zerschlagung die Mehrheit längst aufgegeben hat? Stefano Sollima, der als Regisseur an der Mafia-Serie „Gomorrha“ mitwirkte, setzt biblische Ausmaße ins Werk, baut Spannung auf, indem er die Geschichte als den Ablauf der letzten Tage vor dem Jüngsten Gericht erzählt. Dauerregen kündet beständig von dessen naher Ankunft. In sieben Tagen wurde die Welt erschaffen, hier wird sie in sieben Tagen Stück für Stück wieder zerlegt, was der Film in bizarr-grotesken Bildern ausmalt. In der kurzen Spanne geschehen in den Reihen einflussreicher Personen folgenschwere

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