Die Abmachung

Drama | Deutschland 2014 | 91 Minuten

Regie: Peter Bösenberg

Nach dem Tod ihres Ehemanns fehlt einer Frau das Geld für dringende Reparaturen an ihrem großbürgerlichen Anwesen. Als ein Handwerker ihr anbietet, seine Entlohnung zu stunden, willigt sie ein, und bald ist der Mann, mit dem sie ein Verhältnis beginnt, Dauergast, was der pubertierenden Tochter immer suspekter wird. Das gut gespielte und schlüssig inszenierte Drama dreht sich um die Frage, ob der Mann ein gefährlicher Psychopath oder nur ein bemitleidenswerter Außenseiter ist. Das Haus wandelt sich in der vorzüglich fotografierten Studie über Einsamkeit und Isolation zum eigenständigen Akteur, der vielfältig das Innenleben der Figuren spiegelt.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2014
Regie
Peter Bösenberg
Buch
Peter Bösenberg · Melanie Andernach
Kamera
Reinhold Vorschneider · Jürgen Jürges
Schnitt
Andreas Wodraschke · Gerrit Lucas
Darsteller
Stine Stengade (Stine) · Alex Brendemühl (Handwerker Roger) · Robert Alexander Baer (Kevin) · Antonia Lingemann (Stephanie) · Wolfram Koch (Ralf Wendland)
Länge
91 Minuten
Kinostart
09.02.2017
Fsk
-
Genre
Drama
Diskussion
Das erste Bild steht eine Weile da: ein Rohbau, grau, drumherum wüstes Land, ein Haufen mit rotem Sand. Dann fährt die Kamera langsam eine Reihe von Eigenheimen ab, symmetrische Häuser mit spitzen Dächern, so wie Kinder sie malen. Regisseur Peter Bösenberg rechnet in seinem zweiten Langfilm mit dem Traum vom eigenen Haus ab – und nutzt dabei einen Topos, der mit diesem Thema verknüpft ist. Nämlich den spießigen, irgendwie sehr deutschen Mythos vom Handwerker, der für eine Reparatur ins Haus kommt, um dann die Hausfrau zu beglücken. In dieser Fantasie steckt viel Wirtschaftswunder und eine entsprechende Rollenverteilung: Der Ehemann geht ins Büro und schafft Geld herbei, die gepflegt-gelangweilte Frau bleibt zu Hause, kümmert sich um die Kinder un

Filmdienst Plus

Ich habe noch kein Benutzerkonto
Kommentar verfassen

Kommentieren