Dokumentarfilm | Deutschland 2016 | 83 Minuten

Regie: Hajo Schomerus

Der Dokumentarist Hajo Schomerus begibt sich auf die Suche nach dem Ei eines vor Jahrhunderten ausgestorbenen Elefantenvogels, das aus dem Nachlass seines Großonkels, der lange in Madagaskar lebte, verschwunden ist. Betont offen, aufmerksam und neugierig zeichnet die lückenhafte Rekonstruktion das Leben dieses Abenteurers nach, der betörende Geschichten von Mythen, Zauberern und Krokodilgeistern zu erzählen wusste. Während sich ebenso beiläufig wie erhellend Familien- und deutsche Kolonialgeschichte überschneiden, eröffnet die essayistische Recherche immer neue und ungewohnte Perspektiven auf das Verhältnis der Europäer zu den afrikanischen Völkern.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2016
Regie
Hajo Schomerus
Buch
Hajo Schomerus
Kamera
Hajo Schomerus
Schnitt
Sandra Brandl · Rudi Heinen
Länge
83 Minuten
Kinostart
26.01.2017
Fsk
-
Genre
Dokumentarfilm
Diskussion
„Ich könnte dir etwas zeigen, aber dazu musst du mitkommen!“ Mit dieser vielversprechenden Einladung eines Kindes auf einer staubigen Landstraße in Madagaskar beginnt eine betont essayistische Recherche, die sich anfangs um ein verschwundenes Riesenei des ausgestorbenen Elefantenvogels dreht. Diese doppelte Abwesenheit verdankt der Film von Hajo Schomerus dessen Großonkel Menko, einem weltgewandten Abenteurer und Geschichtenerzähler, der in den Kindheitserinnerungen des Dokumentarfilms mit immer neuen Extravaganzen präsent ist. Auf der Grundlage von Fotos und Super-8-Filmen setzt Schomerus ein ebenso faszinierendes wie mysteriöses Puzzle zusammen, das aus einem Abenteuerroman stammen könnte. Schlüsselbegriffe, die einst Schomerus’ jugendliche Fantasie befeuerten, lauten „Madagaskar“ oder „Diamantenmine“. Als was genau und wo in Madagaskar der Großonk

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