Biopic | Chile/Argentinien/Frankreich/Spanien/USA 2016 | 108 Minuten

Regie: Pablo Larraín

Ende der 1940er-Jahre soll ein chilenischer Polizist den als Kommunisten in Ungnade gefallenen Dichter Pablo Neruda verhaften. Doch der Abgeordnete taucht unter und liefert sich mit seinem Verfolger eineinhalb Jahre lang ein illustres Katz- und Mausspiel. Der zwischen Kammerspiel und Kriminalfilm oszillierende Film arbeitet sich weniger an den biografischen Konturen als an der widersprüchlichen Persona des Schriftstellers ab, der volkstümlich und arrogant, sozial und grausam zugleich war. Eine brillante Bildgestaltung sowie die melodisch-atonale Musik erzeugen eine ambivalente Noir-Atmosphäre, in der das Genie des glänzend besetzten Poeten einen eigenwilligen Glanz entfaltet.

Filmdaten

Originaltitel
NERUDA
Produktionsland
Chile/Argentinien/Frankreich/Spanien/USA
Produktionsjahr
2016
Regie
Pablo Larraín
Buch
Guillermo Calderón
Kamera
Sergio Armstrong
Schnitt
Hervé Schneid
Darsteller
Gael García Bernal (Óscar Peluchonneau) · Luis Gnecco (Pablo Neruda) · Alfredo Castro (Gabriel González Videla) · Mercedes Morán (Delia del Carril) · Pablo Derqui (Victor Pey)
Länge
108 Minuten
Kinostart
23.02.2017
Fsk
ab 12; f
Genre
Biopic | Drama
Diskussion
Eineinhalb Jahre lang flüchtet Pablo Neruda bei Nacht und Nebel durch sein Heimatland Chile, weil er, der weltweit bekannte Schriftsteller, beim allmächtigen Staatspräsidenten González Videla in Ungnade gefallen ist. 1949 dominiert weltweit der Kalte Krieg. Auch in Chile wird die kommunistische Partei verboten. Kurz zuvor hatte Präsident González Videla die Kommunisten noch für die Regierungsbildung gebraucht, doch nun lässt er sie verfolgen. Die engagierte Stimme der Linken, der Dichter Pablo Neruda, selbst Parteimitglied und kommunistischer Abgeordneter, bezichtigt ihn seit Monaten öffentlich des Verrats am chilenischen Volk. Mit Verabschiedung der Notstandsgesetze ist Neruda künftig aber voge

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