Drama | Österreich/Deutschland 2016 | 103 Minuten

Regie: Josef Hader

Ein für seine zugespitzten Musikkritiken berüchtigter Redakteur einer Wiener Tageszeitung wird im Zuge von Sparmaßnahmen entlassen und stürzt in eine Midlife-Crisis. Während seine Frau ihn mit dem Wunsch nach einem Kind zusätzlich unter Druck setzt, versucht der geschasste Kritiker seine ohnmächtige Wut mit der Reparatur einer maroden Achterbahn und Racheaktionen gegen seinen früheren Chef zu betäuben. Pointierte Tragikomödie als Regiedebüt des Schauspielers und Kabarettisten Josef Hader, der lustvoll zwischen unterschiedlichen Tonlagen wechselt. Dabei gelingen ihm schmerzhaft zugespitzte Szenen, auch wenn sich der Film letztlich seinen existenziellen Untiefen verweigert. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
WILDE MAUS
Produktionsland
Österreich/Deutschland
Produktionsjahr
2016
Regie
Josef Hader
Buch
Josef Hader
Kamera
Andreas Thalhammer · Xiaosu Han
Schnitt
Ulrike Kofler · Monika Willi · Christoph Brunner
Darsteller
Josef Hader (Georg) · Pia Hierzegger (Johanna) · Georg Friedrich (Erich) · Jörg Hartmann (Waller) · Denis Moschitto (Sebastian)
Länge
103 Minuten
Kinostart
09.03.2017
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Drama | Komödie

Heimkino

Die Extras enthalten u.a. ein Feature mit drei im Film nicht verwendeten Szenen (5 Min.).

Verleih DVD
Majestic/Fox & Hoanzl (16:9, 2.35:1, DD5.1 dt.)
Verleih Blu-ray
Majestic/Fox & Hoanzl (16:9, 2.35:1, dts-HDMA dt.)
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Diskussion
Hochmut kommt vor dem Fall – und die Krise befruchtet die Alltagsroutinen. Gerade erst hat Georg, der Musikkritiker einer etablierten Wiener Tageszeitung, einer jungen, ehrgeizigen Kollegin herablassend die Autorität geballter Ignoranz bewiesen, da sitzt er auch schon auf der Straße. Mit seinem „alten Vertrag“ komme der Journalist dem Verlag zu teuer; außerdem könne er weder Jugend noch Familie zu seinen Gunsten ins Feld führen. Lustig ist: Wer als „Instanz“ glaubt, sich um die Differenz zwischen Jack White (The White Stripes) und Jack White (Schlagerfuzzi) nicht bekümmern zu müssen, führt in der Not „erwartbare Leserproteste“ ins Feld, mit denen allerdings nicht mehr zu rechnen sei, weil die emphatischen Leser, die dafür einmal standen, längst tot sind, erklärt der Piefke von einem Chefredakteur kalt lächelnd. Er, Georg, könne ja jetzt ein Buch schreiben. Als der Feuilletonist erst bettelt und dann offen beleidigend wird, ist das Gespräch beendet – und Georg räumt seinen Arbeitsplatz. Zuhause erwartet ihn seine jüngere Frau Johanna, eine routinierte Paartherapeutin, mit ihrem mittlerweile nachdrücklichen Kinderwunsch. Als alternde

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