Neo Rauch - Gefährten und Begleiter

Dokumentarfilm | Deutschland 2016 | 105 Minuten

Regie: Nicola Graef

Dokumentarische Annäherung an den Maler Neo Rauch (geb. 1960 in Leipzig), der als Protagonist der Neuen Leipziger Schule weltweit gefragt ist. Im ersten Teil schaut die Kamera dem eher wortkargen Künstler im Atelier über die Schulter, später sprechen Kunstsammler über ihre Leidenschaft für Rauchs Bilder; am Ende kommt Biografisches ins Spiel, die Kindheit in der DDR, der frühe Tod der Eltern sowie die jahrzehntelange Zusammenarbeit mit seiner Ehefrau Rosa Loy. Der sympathisch-stille Eigenbrötler entzieht sich dabei in gewisser Weise der konventionellen Zurichtung des filmischen Mediums, was der Film geschickt als eine Art produktives Scheitern zu seinem Vorteil nutzt. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2016
Regie
Nicola Graef
Buch
Nicola Graef
Kamera
Felix Greif · Alexander Rott
Musik
George Kochbeck · Lucas Kochbeck
Schnitt
Kai Minierski
Länge
105 Minuten
Kinostart
02.03.2017
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Dokumentarfilm

Heimkino

Die DVD und BD enthalten eine Audiodeskription für Sehbehinderte.

Verleih DVD
Weltkino (16:9, 1.78:1, DD2.0 engl., DD5.1. dt.)
Verleih Blu-ray
Weltkino (16:9, 1.78:1, dts-HDMA2.0 engl., dts-HDMA dt.)
DVD kaufen

Dokumentarisches Porträt des Malers Neo Rauch, dem weltweit berühmtesten Protagonisten der Neuen Leipziger Schule

Diskussion
Nur allzu gerne würde man bei dem gar nicht so alten, aber aktuell sehr populären Genre des dokumentarischen Künstlerporträts einen Blick hinter die Kulissen werfen. Wie kommt es zum Kontakt zwischen Filmemacher und Künstler? Welche Absprachen existieren? Welche Ansprüche der Filmemacher werden vom Porträtierten explizit verweigert? Was wird stattdessen angeboten, um den Film final auf die abendfüllende Länge zu bringen? Es funktioniert nicht länger, dem Künstler stumm bei der Arbeit zuzuschauen und dabei vielleicht einen Moment des Genialen zu erhaschen. So wie einst Henri-Georges Clouzot in „Le Mystère Picasso“ (fd 563). Die Ansprüche sind seither gewachsen, auch demokratischer geworden. Die Künstler müssen schon ein wenig mehr anbieten, kluge Gedanken, eine interessante Biografie oder etwas Mysterium, gerne auch verpackt in Arroganz. Oda Jaune, Jörg Immendorf, Gerhard Richter, Georg Baselitz oder Anselm Kiefer haben es vorgemacht, Eva

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