Drama | USA 2016 | 107 Minuten

Regie: Kelly Reichardt

Drei ebenso leise wie präzise inszenierte Geschichten über vier Frauen in Montana, erzählt nach Kurzgeschichten der Schriftstellerin Maile Meloy. Die Aufmerksamkeit des Films gilt dabei insbesondere der Vereinzelung der Frauen inmitten von Landschaft und Raum. Unaufdringlich treten in den nur lose miteinander verknüpften Erzählungen die Bruchlinien zwischen Tradition und modernem Life Style, zwischen amerikanischer Mythologie und der unausweichlichen Realität der Lebensverhältnisse hervor. (O.m.d.U.) - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
CERTAIN WOMEN
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2016
Regie
Kelly Reichardt
Buch
Kelly Reichardt
Kamera
Christopher Blauvelt
Musik
Jeff Grace
Schnitt
Kelly Reichardt
Darsteller
Laura Dern (Laura Wells) · Kristen Stewart (Beth Travis) · Michelle Williams (Gina Lewis) · Lily Gladstone (Jamie) · James LeGros (Ryan Lewis)
Länge
107 Minuten
Kinostart
02.03.2017
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Drama

Heimkino

Verleih DVD
Sony (16:9, 1.85:1, DD5.1 engl./dt.)
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Vier Kurzgeschichten der Schriftstellerin Maile Meloy verknüpft Regisseurin Kelly Reichardt zu subtilen Frauengeschichten

Diskussion
„Certain Women“ beginnt mit einem ur-amerikanischen Bild: einer Eisenbahn auf ihrer Fahrt durch eine unberührte Landschaft. Aus der Tiefe des Hintergrunds tuckert sie heran und durchmisst diagonal das statische, von Bergen gerahmte Bild. Das dauert. Es ist einer dieser schweren, ewig langen und laut ratternden Güterzüge, wie sie James Benning in „RR – Railroad“ (fd 38 758) auf die Leinwand gebannt hat und die ein Gefühl vermitteln für das, was Zeit und Raum jenseits der urbanen Metropolen Amerikas bedeuten. Es herrscht ein gemächliches, etwas träges Tempo in Livingston, Montana, dem Schauplatz der nur sehr lose verknüpften Geschichten über vier Frauen, die Regisseurin Kelly Reichardt von Kurzgeschichten der Schriftstellerin Maile Meloy („Both Ways Is the Only Way I Want It“) adaptiert hat. Und auch die Erzählung selbst hat keine Eile. Sie lässt aus, erklärt wenig, überlässt sich ganz den Figuren

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