Original Copy - Verrückt nach Kino

Dokumentarfilm | Deutschland 2015 | 95 Minuten

Regie: Florian Heinzen-Ziob

Dokumentarisches Porträt eines indischen Filmplakate-Malers, der für ein traditionsreiches Kino im Zentrum Mumbais arbeitet, in dem fast nur noch in die Jahre gekommene Bollywood-B-Movies gezeigt werden. Der Film betrachtet den alternden Maler, seine Gehilfen und die anderen Mitarbeiter des alten Hindi-Filmpalasts wie Bollywood-Helden und verleiht ihrer prekären Existenz eine romantisch-melancholische Färbung. So wird das marode Lichtspielhaus zu einem märchenhaft-schönen, berührenden Refugium, in dem die Grenzen zwischen Fiktion und Wirklichkeit aufgehoben scheinen. Die Dokumentation selbst verdichtet sich dabei zu einer Ode an das Leben und die Träume.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2015
Regie
Florian Heinzen-Ziob · Georg Heinzen
Buch
Florian Heinzen-Ziob · Georg Heinzen
Kamera
Enno Endlicher
Schnitt
Florian Heinzen-Ziob
Länge
95 Minuten
Kinostart
09.03.2017
Fsk
ab 6; f
Genre
Dokumentarfilm
Diskussion
Sheikh Rehman ist einer der letzten Filmplakate-Maler in Indien. Auch das traditionsreiche Kino „Alfred Talkies“ im Zentrum Mumbais, für das er seine Plakate entwirft und in dem fast nur noch in die Jahre gekommene Bollywood-B-Movies gezeigt werden, ist eines der letzten seiner Art. Die Kinobesitzerin, der Manager, Rehman und dessen Angestellte, sie alle wissen, dass sie sich auf einem „sinkenden Schiff“ befinden. Schon lange lohnt sich der Betrieb nicht mehr, die Einnahmen gehen immer weiter zurück. Die Tage des Kinos am Rand des Rotlichtviertels sind gezählt. Und damit auch die von Rehmans Gewerbe. In seinem Dokumentarfilm schaut das Vater-Sohn-Gespann Georg Heinzen und Florian Heinzen-Ziob Kino und Kunst beim Sterben über die Schulter. Und doch ist von Tristesse nichts zu spüren. Geräusche einer pulsierenden Metropole wehen von draußen in Rehmans Atelier, in dem der Künstler mit nacktem Oberkörper und zusammengekniffenen Augen die Fortschritte sein

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