Unter aller Augen

Dokumentarfilm | Deutschland 2017 | 94 Minuten

Regie: Claudia Schmid

Gewalt gegen Frauen ist weltweit die häufigste Menschenrechtsverletzung, noch immer werden zwei von drei Frauen in ihrem Leben Opfer sexueller oder physischer Attacken. Der Dokumentarfilm stellt eine Vielzahl erschütternder Biografien aus rückständigen wie hochzivilisierten Gesellschaften vor, deren grausame Details zum Himmel schreien. Neben frauenfeindlichen Männer-Tiraden trägt er erdrückende Fakten der Versklavung und ökonomischen Ausbeutung zusammen. Die Überfülle ähnlich gelagerter Schicksale wirkt auf Dauer eher monoton als erhellend, auch wenn immer mehr Frauen die Opferrolle abstreifen und sich gegen die patriarchale Last zur Wehr setzen. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2017
Regie
Claudia Schmid
Buch
Claudia Schmid
Kamera
Claudia Schmid
Schnitt
Kawe Vakil
Länge
94 Minuten
Kinostart
09.03.2017
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Dokumentarfilm
Diskussion
Gewalt gegen Frauen ist keineswegs ein Signum rückständiger Gesellschaften, das sich im Zuge der Globalisierung von selbst erledigt Vielmehr bestimmt sie immer noch die Schlagzeilen, wenn es um Gruppenvergewaltigungen in Indien oder um die Lockerungen von Strafen bei häuslicher Gewalt in Russland geht. Die Empörung ist dann jedesmal groß; doch die Ursachen der schwachen Position von Frauen werden gerne ausgeblendet, wenn sie in unseren „zivilisierten“ Gefilden für gleiche Arbeit schlechter bezahlt werden, in lukrativen Management-Jobs durch Abwesenheit glänzen oder als Stalking-Opfer bis zur gesetzlichen Nachjustierung durch Justizminister Heiko Maas erst den Wohnsitz ändern mussten, um ihre Verfolgung nachzuweisen. „Nicht das Opfer soll sein Verhalten ändern müssen, sondern der Täter“, so Maas. In Ländern wie Bangladesch, Benin oder Kongo, daran lässt Regisseurin Claudia Schmid in ihrem Dokumentarfilm „Unter aller Au

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