Drama | Schweiz 2016 | 119 Minuten

Regie: Stefan Haupt

Ein achtjähriger Junge hat als einziges Familienmitglied einen Autounfall überlebt und wird in einem Krankenhaus medizinisch versorgt. Eine Psychologin soll ihn seelisch betreuen und zeigt sich bald ebenso erschüttert wie angerührt vom Schicksal des Kindes, wobei sich bei ihr zunehmend die Grenzen zwischen ärztlicher Pflicht und persönlicher Zuneigung auflösen und der Wunsch wach wird, das Kind in ihre Familie zu integrieren. Die anfangs ruhig und einfühlsam erzählte Romanverfilmung gibt die detailgenaue Beobachtung im letzten Teil auf und verliert so an Lebensechtheit. Die Spannung, die in der Buchvorlage mittels der Konzentration auf die Perspektive der Hauptfigur erzeugt wird, kann der Film nur teilweise vermitteln. (O.m.d.U.) - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
FINSTERES GLÜCK
Produktionsland
Schweiz
Produktionsjahr
2016
Regie
Stefan Haupt
Buch
Stefan Haupt
Kamera
Tobias Dengler
Musik
Tomas Korber
Schnitt
Christof Schertenleib
Darsteller
Eleni Haupt (Eliane Hess) · Noé Ricklin (Yves Zanini) · Elisa Plüss (Helen Hess) · Chiara Carla Bär (Alice Hess) · Martin Hug (Adrian)
Länge
119 Minuten
Kinostart
16.08.2018
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Drama | Literaturverfilmung

Heimkino

Verleih DVD
W-film/Lighthouse (16:9, 2.35:1, DD5.1 dt.)
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Diskussion
In Berufen, in denen das Herstellen einer persönlichen Bindung und Einfühlung für das Gelingen des Auftrags unentbehrlich sind, fällt es nicht immer leicht, die Balance zu halten zwischen Zuwendung und Abgrenzung. Schon gar nicht, wenn das Gegenüber schwer traumatisiert ist. Immer wieder ruft das dieselben Fragen auf: Kann ein Pädagoge oder Therapeut seinem psychologischen Gespür in jeder Situation vertrauen? Weiß er stets, was sein Schützling oder Klient gerade nötig hat? Und kommen die Verantwortlichen aus diesem Dilemma raus, indem sie sich selbst wieder mehr als Träger einer Institution verstehen und sich auf einen sachlicheren Umgangston zurückziehen? In Stefan Haupts Film „Finsteres Glück“ nach dem gleichnamigen, 2010 erschienenen Roman von Lukas Hartmann überleb

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