Die andere Seite der Hoffnung

Drama | Finnland/Deutschland 2017 | 100 Minuten

Regie: Aki Kaurismäki

Ein junger Syrer, dessen Familie im Bürgerkrieg fast komplett getötet wurde, kommt nach seiner Flucht quer durch Europa nach Finnland, wo er Asyl beantragt, dann aber untertaucht, als man ihm dies verwehrt. In dem wortkargen Neubesitzer eines schäbigen Restaurants findet er einen unerwarteten Beschützer, der ihn in seine exzentrische Belegschaft aufnimmt. Eine mitunter märchenhaft anmutende Tragikomödie, in der Aki Kaurismäki das mit viel Respekt behandelte Flüchtlingsschicksal meisterhaft mit grandiosen Szenen seines lakonischen Humors verknüpft. In der Zeichnung der politischen Hintergründe erhebt sein Film keine Anklage, spricht sich dafür aber nachdrücklich für Mitgefühl, Solidarität und Humanismus aus. - Sehenswert ab 12.

Filmdaten

Originaltitel
TOIVON TUOLLA PUOLEN
Produktionsland
Finnland/Deutschland
Produktionsjahr
2017
Regie
Aki Kaurismäki
Buch
Aki Kaurismäki
Kamera
Timo Salminen
Schnitt
Samu Heikkilä
Darsteller
Sherwan Haji (Khaled) · Sakari Kuosmanen (Wikström) · Janne Hyytiäinen (Nyrhinen) · Ilkka Koivula (Calamnius) · Nuppu Koivu (Mirja)
Länge
100 Minuten
Kinostart
30.03.2017
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 12.
Genre
Drama | Komödie

Heimkino

Verleih DVD
Pandora (16:9, 2.35:1, DD5.1 fin./dt.)
Verleih Blu-ray
Pandora (16:9, 2.35:1, dts-HDMA fin./dt.)
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Diskussion
„Traurige Menschen bekommen kein Asyl“, weiß Khaleds Freund und rät ihm deshalb, fröhlich auszusehen. Aber das Lächeln ist dem jungen Mann längst vergangen. Seine Familie ist bei einem Bombenangriff umgekommen. Sie saßen gerade am Mittagstisch; nur er und seine Schwester Miriam blieben verschont. Sie gruben in den Trümmern und fanden nur leblose Körper. Von da an hielt die Geschwister nichts mehr in Aleppo. Bei ihrer Odyssee durch Europa wurde Khaled von seiner Schwester getrennt. Durch Zufall landete er schließlich im Hafen von Helsinki und damit in einem Land, das es so nur im Kino gibt. Es ist das Land der mechanischen Schreibmaschinen, der grauen Wählscheibentelefone und der wortkargen Frauen und Männer, aus deren Blick die Melancholie nicht weichen will. Es ist das Finnland von Aki Kaurismäki, eine aus der Ze

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