Zwischen den Jahren

Drama | Deutschland 2017 | 96 Minuten

Regie: Lars Henning

Ein nach 18 Jahren aus der Haft entlassener Mörder will ein neues Leben beginnen, verdingt sich bei einer Sicherheitsfirma und bandelt mit einer Putzfrau an. Dann aber begegnet er während der Weihnachtszeit jenem Mann, dessen Frau und Tochter er getötet hat. Dieser nimmt seine Reue nicht an, sondern sinnt auf Rache. Das ambitionierte, souverän inszenierte Schuld-und Sühne-Drama lebt von der atmosphärischen Dichte der Noir-Bilder, vor allem aber von den beiden herausragenden Hauptdarstellern. Nachhaltig reflektiert der Film über das Verhältnis von Schuld und Sühne, Strafe, Reue und Vergebung.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2017
Regie
Lars Henning
Buch
Lars Henning
Kamera
Carol Burandt von Kameke
Schnitt
Jan von Rimscha
Darsteller
Peter Kurth (Becker) · Karl Markovics (Dahlmann) · Catrin Striebeck (Rita) · Leonardo Nigro (Barat) · Jonathan Neo Völk (Timo)
Länge
96 Minuten
Kinostart
16.03.2017
Fsk
ab 12; f
Genre
Drama
Diskussion
Ein Mann, um die 50, beim Gebet: „…und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.“ In der Unterhose kniet er vor dem Bett, seine Finger wie auch sein massiger Leib sind von Tätowierungen übersät. Er hat Ringe um die Augen, das Heulen einer E-Gitarre aus dem Off verstärkt den Eindruck einsamer Müdigkeit, aber auch von Coolness. Es folgt eine lange Fahrt durch eine nächtliche, von Neon erleuchtete Großstadt. Dann trifft sich der Blick des Mannes mit dem eines anderen, der auf der gegenüberliegenden Seite auf einen U-Bahn-Zug wartet. Der tätowierte Mann heißt Becker. Er macht das, was sich für entlassene Ex-Strafgefangene oft als letzte Chance anbietet: Er jobbt für einen privaten Wachschutz auf einem Fabrikgelände. Der „Sicherheitsdienst“ funktioniert als Metapher für Unsicherheit und für eine Bedrohung, die in kürze

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