Es war einmal in Deutschland...

Historienfilm | Deutschland/Luxemburg/Belgien 2017 | 102 Minuten

Regie: Sam Garbarski

Ein jüdischer Kaufmann gründet 1946 in Frankfurt/Main eine kleine Vertreterfirma und verkauft mit fünf weiteren Holocaust-Überlebenden Tisch- und Bettwäsche an deutsche Hausfrauen, die sie mit kleinen Tricks und Betrügereien zum Kauf verführen und dabei mitunter auch deren Schuldgefühle ausnutzen. Da der Händler zugleich verdächtigt wird, sein Überleben im KZ erkauft zu haben, erzählt er einer zweifelnden US-Offizierin seine unglaubliche Geschichte. Eine mal tolldreist fabulierende, mal zutiefst anrührende Schelmengeschichte, die mit Respekt vor dem historischen Hintergrund die Grenzen zwischen Wahrheit und Wahrhaftigkeit auflöst. In der Hauptrolle großartig gespielt, vermittelt sich die Kraft des Geschichtenerzählens als Lebens- und Überlebenselixier. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland/Luxemburg/Belgien
Produktionsjahr
2017
Regie
Sam Garbarski
Buch
Michel Bergmann · Sam Garbarski
Kamera
Virginie Saint-Martin
Musik
Renaud Garcia-Fons
Schnitt
Peter R. Adam
Darsteller
Moritz Bleibtreu (David Bermann) · Antje Traue (Special Agent Sara Simon) · Tim Seyfi (Fajnbrot) · Mark Ivanir (Holzmann) · Anatole Taubman (Fränkel)
Länge
102 Minuten
Kinostart
06.04.2017
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Historienfilm | Komödie

Heimkino

Verleih DVD
Warner (16:9, 1.78:1, DD5.1 dt.)
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Diskussion
Das Theremin ist ein faszinierendes elektronisches Musikinstrument. Erfunden im Jahr 1920, wird es berührungslos, allein von menschlichen Bewegungen im „leeren“ Raum eines elektromagnetischen Felds gesteuert, wobei Töne und Melodien entstehen. So vernimmt man ätherisch anmutende Klänge, sieht aber nicht, wo sie herkommen. Alles nur ein Betrug? Oder doch Wahrheit? In Sam Garbarskis unterhaltsam-ernster, so tolldreister wie herzergreifend trauriger Schelmengeschichte kommt ein Theremin 1946 in einem Auffanglager für „Displaced Persons“ in Frankfurt/Main sinnbildlich zum Einsatz. Hier warten jüdische Holocaust-Überlebende, eben erst aus den KZs befreit, darauf, dass sie „repatriiert“ werden – zurückgeholt und wiedereingegliedert in ein Land, in dem sie eigentlich nicht willkommen sind. Zunächst erklingt das Theremin zur wehmütigen Unterhaltung der Ausharrenden, später

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