Neben den Gleisen

Dokumentarfilm | Deutschland 2016 | 85 Minuten

Regie: Dieter Schumann

Dokumentarisches Fresko über Menschen, die in einem Bahnhofskiosk in einer norddeutschen Kleinstadt an der Zugstrecke Hamburg-Berlin zusammenkommen, und ihre Ansichten. Die Gespräche der Stammgäste, meist Schichtarbeiter oder Menschen ohne Arbeit, werden um Momentaufnahmen von Flüchtlingen ergänzt, die in einer nahen Einrichtung unterkommen. Dabei verdichten sich die miniaturhaften Porträts zu einem Sittengemälde an der Basis eines zerrissenen Landes.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2016
Regie
Dieter Schumann
Buch
Dieter Schumann · Michael Kockot
Kamera
Michael Kockot
Schnitt
Bernhard Kübel
Länge
85 Minuten
Kinostart
06.04.2017
Fsk
ab 12; f
Genre
Dokumentarfilm
Diskussion
Der Bahnhof hat ein Gesicht. Oben links und rechts zwei Fenster, unten eine Reihe kleiner Fenster mit Fensterkreuzen – es sieht aus, als würde das Haus die Zähne fletschen. Die Hauptrolle in dem Dokumentarfilm von Dieter Schumann aber spielt ein Flachbau auf einer kleinen Verkehrsinsel, nur einen Steinwurf entfernt: der Bahnhofskiosk. Hier hat sich Schumann gewissermaßen an den Stammtisch gesetzt. Von Boizenburg ist man mit dem Zug in knapp einer Stunde in Hamburg; die Stadt mit etwas mehr als 10.000 Einwohnern liegt an der Bahnstrecke von Berlin, an der ehemaligen Zonengrenze. Trotzdem wähnt man sich im tiefsten Mecklenburg-Vorpommern: Arbeitslosigkeit, Hartz IV, Abwanderung, Frauenmangel, braune Überzeugungen – und Flüchtlinge, die hier mit dem Zug ankommen, auf dem Weg i

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