Nichts zu verschenken

Komödie | Frankreich 2016 | 90 Minuten

Regie: Fred Cavayé

Ein virtuoser Geigenspieler kann kaum seinen krankhaften Geiz verbergen und deshalb bei Nachbarn und Kollegen unbeliebt. Erst als eine Cellistin, die sich ihn in verliebt, und seine ihm bislang unbekannte erwachsene Tochter in sein Leben treten, kommen seine verborgenen positiven Seiten zum Vorschein. Turbulente Komödie auf den Spuren von Louis de Funès, die ganz von der Kunst des Hauptdarstellers lebt, der die zunächst unsympathische Figur mit feinfühliger Innerlichkeit ausstattet und den sparwütigen Künstler in einem anderen Licht erscheinen lässt. Mitunter vergreift sich der Film jedoch in der Tonlage, überdies büßt er durch die Synchronisation viel an Charme ein.

Filmdaten

Originaltitel
RADIN!
Produktionsland
Frankreich
Produktionsjahr
2016
Regie
Fred Cavayé
Buch
Laurent Turner · Nicolas Cuche · Fred Cavayé
Kamera
Laurent Dailland
Schnitt
Yann Malcor
Darsteller
Dany Boon (François Gautier) · Laurence Arné (Valérie) · Noémie Schmidt (Laura) · Patrick Ridremont (Cédric) · Christophe Canard (Gilles)
Länge
90 Minuten
Kinostart
06.04.2017
Fsk
ab 0; f
Genre
Komödie
Diskussion
„Geiz ist geil!“, verheißt ein schon etwas in die Jahre gekommener Werbeslogan, und ein Bonmot besagt, dass man von den Reichen das Sparen lernen kann. Allerdings wird Sparsamkeit, wo sie nicht durch (finanzielle) Not begründet ist, als Gegenteil der Großzügigkeit empfunden. Im Christentum gilt die Habsucht als Todsünde. Vor einem solchem Hintergrund wirkt übertriebene Sparsamkeit gerne komisch. In der Literatur wimmelt es von geizigen Käuzen. von Shakespeares Shylock über den rotbestrumpften Pantalone der Commedia dell’Arte und Charles Dickens’ Ebenezer Scrooge bis zu Dagobert Duck. Frankreich kennt seit 1682 Molières Luststück „Der Geizige“, Jean Girault und Louis de Funès haben darauf 1980 „Louis, der Geizkragen“ (fd 22 409) kreiert. Nun legt Fred Cavayé mit „Radin!“ (wörtlich: Geizkragen) nach; in Deutschland kommt der Film unter dem euphemistischen Titel „Nichts zu verschenken“ ins Kino. Der Regisseur kommt indes aus der Thriller-Ecke: Mit „Ohne Schuld“ (fd 39 930), „Po

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