Sieben Minuten nach Mitternacht

Drama | USA/Spanien/Großbritannien 2016 | 109 Minuten

Regie: J.A. Bayona

Ein zum Leben erwachter, unfreundlicher Baum steht zu später Stunde einem Jungen bei, den schreckliche Albträume quälen, nachdem seine Mutter unheilbar erkrankt ist. Fulminante Verfilmung des Romans „A Monster Calls“ von Patrick Ness, die in die fantastische Welt eines düsteren Märchens eintaucht, um vom Tod, von der Begegnung mit der Angst sowie vom Ausbruch aus der Realität zu erzählen. Ästhetisch orientiert sich der Film an visuellen und dramatischen Stereotypen des Genrekinos, besitzt dabei aber gleichzeitig eindrückliche Momente tiefer Katharsis, indem er seinen Frieden mit dem Allerschrecklichsten macht und etwas Unvermeidliches wie den Tod in etwas Versöhnliches verwandelt. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
A MONSTER CALLS
Produktionsland
USA/Spanien/Großbritannien
Produktionsjahr
2016
Regie
J.A. Bayona
Buch
Patrick Ness
Kamera
Óscar Faura
Musik
Fernando Velázquez
Schnitt
Bernat Vilaplana · Jaume Martí
Darsteller
Lewis MacDougall (Conor) · Felicity Jones (Lizzie) · Sigourney Weaver (Conors Großmutter) · Toby Kebbell (Conors Vater) · Liam Neeson (Das Monster)
Länge
109 Minuten
Kinostart
04.05.2017
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Drama | Fantasy | Jugendfilm | Literaturverfilmung

Heimkino

Die Extras umfassen u.a. sechs Featurettes über technische, dramaturgische und inszenatorische Teilaspekte des Films (27 Min.), einen einen dt. untertielbaren Audiokommentar des Regisseurs, einen dt. untertielbaren Audiokommentar des Autors Patrick Ness sowie ein Feature mit fünf im Film nicht verwendeten Szenen (6 Min.). Die Edition ist mit dem Silberling 2017 ausgezeichnet.

Verleih DVD
StudioCanal (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
StudioCanal (16:9, 2.35:1, dts-HDMA engl./dt.)
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Diskussion
Die wunderschöne ländliche Kulisse ist gänzlich durcheinandergeraten. Die jahrhundertealten Gräber auf dem Dorffriedhof reißen auf, Gebäude stürzen ein. Es scheint, als wollten die tiefe Risse und Abgründe im englischen Rasen den Jungen, der durch die Luft wirbelt, verschlingen. Aber dann wird er von einem großen Baum, einer uralten Eibe mit rotglühenden Augen, festgehalten. Conors vertraute Welt ist im Zusammenbruch begriffen: erst die Scheidung der Eltern, dann die Krankheit der Mutter. Ihn quälen schreckliche Albträume. Eines Tages aber tritt zu später Stunde ein Monster in sein Zimmer, eben jener große unfreundliche Baum. Er kommt immer wieder, stets sieben Minuten nach Mitternacht, um ihm seltsame Geschichten

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