Rückkehr nach Montauk

Drama | Deutschland/Frankreich/Irland 2017 | 106 Minuten

Regie: Volker Schlöndorff

Ein Schriftsteller kommt für ein Wochenende nach New York, um seinen neuen, autobiografisch gefärbten Roman vorzustellen, in dem es um eine vor Jahren gescheiterte Liebe geht. Er besucht seine einstige Geliebte, um seinen Gefühlen für sie nachzuspüren, wobei er während einer Reise mit ihr ans Meer bei Montauk mit unerwarteten Einsichten konfrontiert wird. Eine melancholische, vorzüglich gespielte und inszenierte Annäherung an existenzielle Probleme von Alter und Tod, Selbstzweifel und die Befangenheit in gelebten Rollen. Volker Schlöndorffs sehr persönliche Verbeugung vor Max Frisch bewegt sich souverän auf der unscharfen Grenze von Fiktion und Realität und setzt subtil Leben und Kunst miteinander ins Verhältnis.

Filmdaten

Originaltitel
RETURN TO MONTAUK
Produktionsland
Deutschland/Frankreich/Irland
Produktionsjahr
2017
Regie
Volker Schlöndorff
Buch
Volker Schlöndorff · Colm Tóibín
Kamera
Jérôme Alméras
Schnitt
Hervé Schneid
Darsteller
Stellan Skarsgård (Max Zorn) · Nina Hoss (Rebecca) · Susanne Wolff (Clara) · Isi Laborde (Lindsey) · Bronagh Gallagher (Rachel)
Länge
106 Minuten
Kinostart
11.05.2017
Fsk
ab 0; f
Genre
Drama
Diskussion
Man könne alles erzählen, nur nicht das wirkliche Leben, heißt es in Max Frischs Roman „Stiller“ (1954). Gut 20 Jahre später wich der Schweizer Schriftsteller in „Montauk“ von dieser Überzeugung ab und schrieb sein eigenes „wirkliches Leben“ auf. Nicht mehr: Ich stelle mir vor, sondern: So war es. Dieser (vermeintliche) Widerspruch scheint Volker Schlöndorff fasziniert zu haben. Mit „Rückkehr nach Montauk“ kehrt er noch einmal zu seinem Freund Frisch (dessen Roman „Homo Faber“ er 1990 verfilmte (fd 28 804)) zurück, wobei sein neuer Film erklärtermaßen keine Verfilmung der Erzählung „Montauk“, sondern allein dem Andenken Frischs gewidmet ist. Schlöndorff geht es um jene unscharfe Grenze, an der sich „wirkliches“ Leben in Fiktion verwandelt – und umgekehrt. Und wie Frisch dreht sich auch bei Schlöndorff alles um die künstlerische „Bewältigungsarbeit“: das Erfassen existenzieller Probl

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