Born to be Blue

Biopic | Kanada/Großbritannien 2015 | 98 Minuten

Regie: Robert Budreau

In den 1950er-Jahren galt der US-amerikanische Jazz-Trompeter und Sänger Chet Baker (1929-1988) als „James Dean des Jazz“, bis er dieses Image durch seine Heroinsucht ruinierte. Die fiktional unterfütterte Künstlerbiografie zeichnet weniger Bakers Karriere nach, sondern handelt eher davon, welche Entscheidungen ein Künstler zu treffen hat, im Fall Baker entweder für Drogen oder für Musik. Aufbauend auf Bakers biografischen Tiefpunkt, als er 1966 in Italien ins Gefängnis musste, entwickelt das in der Hauptrolle hingebungsvoll gespielte Drama eine Comeback-Geschichte, in der freilich nur wenig von der existenziellen Verlorenheit des Musikers spürbar wird.

Filmdaten

Originaltitel
BORN TO BE BLUE
Produktionsland
Kanada/Großbritannien
Produktionsjahr
2015
Regie
Robert Budreau
Buch
Robert Budreau
Kamera
Steve Cosens
Schnitt
David Freeman
Darsteller
Ethan Hawke (Chet Baker) · Carmen Ejogo (Jane / Elaine) · Callum Keith Rennie (Dick Bock) · Tony Nappo (Officer Reid) · Stephen McHattie (Chesney Baker Sr.)
Länge
98 Minuten
Kinostart
08.06.2017
Fsk
ab 12
Genre
Biopic | Drama | Musikfilm
Diskussion
So könnte es gewesen sein. Als der Trompeter und Sänger Chet Baker 1966 im Karrieretief wegen Drogenbesitzes in Italien einsitzt und gerade kalt entzieht, öffnet sich plötzlich die Zellentür. Besuch aus Hollywood! Baker soll die Hauptrolle in einem fiktiven Film über sein Leben spielen, der zeigt, wie er seine Karriere den Drogen geopfert hat. Es folgt ein Auftritt im New Yorker Club „Birdland“, wo Baker vor den strengen Ohren von Miles Davis und Dizzy Gillespie konzertiert. Als die beiden im Anschluss Bakers coolem Westcoast-Jazz mit heißem Bebop begegnen, lässt sich Baker, der bis dato Angst vor Nadeln hatte, im Hotelzimmer von einem Groupie anfixen. Im Auftrag von Davis? Oder war er dem Druck nicht gewachsen? Eine Filmidee jedenfalls in doppelter Hinsicht, denn dieses Filmprojekt von 1966 ist eine Erfindung von Regisseur und Drehbuchautor Robert Budreau, der nach eigener Aussage auch gar keine kon

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