Biopic | USA 2017 | 140 Minuten

Regie: Benny Boom

Biografischer Film über Kindheit, Aufstieg und Tod des US-Rappers Tupac Shakur (1971-1996), in dessen Leben sich sein Engagement für die Black Community und sein Hang zu Drogen, Waffen und Prostitution untrennbar vermischten. Distanzlos übernimmt der Film die Perspektive des Rappers, wie er sie in einem Interview im Gefängnis kurz vor seiner Ermordung schilderte, während ihm für die innere Zerrissenheit des Gangsta-Musikers, seine hochambivalente Mythologisierung sowie die Komplexität des US-amerikanischen Rassismus jeglicher Sensus fehlen.

Filmdaten

Originaltitel
ALL EYEZ ON ME
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2017
Regie
Benny Boom
Buch
Jeremy Haft · Eddie Gonzalez · Steven Bagatourian
Kamera
Peter Menzies jr.
Schnitt
Joel Cox
Darsteller
Demetrius Shipp Jr. (Tupac Shakur) · Danai Gurira (Afeni Shakur) · Kat Graham (Jada Pinkett) · Abbie Ilonzeh (Kidada Jones) · Lauren Cohan (Leila Steinberg)
Länge
140 Minuten
Kinostart
15.06.2017
Fsk
ab 12; f
Genre
Biopic | Künstlerporträt | Musikfilm
Diskussion
Die dunkelblaue Bandana thront auf dem glatt rasierten Kopf. Die Finger einer Hand sind zum „W“ wie West Coast formiert. Ein goldenes Kreuz pendelt über der gestählten Brust. Quer über den Bauch hat sich Tupac Amaru Shakur alias 2Pac in großen Lettern „Thug Life“ tätowieren lassen. Das Kreuz und der Lebensstil eines eines Gangsters: größer könnte der Widerspruch nicht sein. Doch im Leben ist vieles komplizierter, als es den Anschein hat. Für den Rapper war „Thug Life“ der Name seiner Hip-Hop-Gruppe, das Akronym für „The Hate U Give Little Infants Fucks Everybody“, auch aber Ausdruck eines Kämpfers, der sich trotz widriger Ausgangsbedingungen durchbeißt. So hat sich Tupac, der vier Mal im Gefängnis landete, bevor er 1996 auf offener Straße in Las Vegas erschossen wurde, selbst gesehen. So halten es seine Fans in Ehren, und so deutet es auch das biografische Drama von Benny Boom, das nicht nur vom tragisch kurzen Gangster-Leben, sondern auch von seinem Engagement für die Black Community erzählen will – freilich ohne Bereitschaft, den

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