Die göttliche Ordnung

Historienfilm | Schweiz 2017 | 96 Minuten

Regie: Petra Volpe

Anfang der 1970er-Jahre wandelt sich eine Hausfrau aus einem Dorf im Appenzellischen unter dem Einfluss der Debatte um das Frauenwahlrecht in der Schweiz zur sanften Streiterin für die Sache. Doch ihr öffentliches Engagement sorgt sowohl im Dorf als auch in ihrer Ehe für Spannungen. Hintersinnige Tragikomödie, die auf authentischen Erlebnissen beruht, was sich in der stimmungsvollen Verdichtung von Geist und Atmosphäre der damaligen Zeit manifestiert. Die erfrischende, ausgesprochen unterhaltsame Lektion in Sachen direkter Demokratie erzählt nebenbei die Geschichte der sexuellen Revolution in der Schweiz. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
DIE GÖTTLICHE ORDNUNG
Produktionsland
Schweiz
Produktionsjahr
2017
Regie
Petra Volpe
Buch
Petra Volpe
Kamera
Judith Kaufmann
Musik
Annette Focks
Schnitt
Hansjörg Weissbrich
Darsteller
Marie Leuenberger (Nora) · Max Simonischek (Hans) · Rachel Braunschweig (Theresa) · Sibylle Brunner (Vroni) · Marta Zoffoli (Graziella)
Länge
96 Minuten
Kinostart
03.08.2017
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Historienfilm | Komödie

Heimkino

Verleih DVD
Alamode (16:9, 2.35:1, DD5.1 dt.)
Verleih Blu-ray
Alamode (16:9, 2.35:1, dts-HDMA dt.)
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Diskussion
Dies ist keine bolzengroße Heldenmär, sondern eine charmant-bescheidene „Hausfrauengeschichte“, darüber hinaus eine kleine Lektion in Sache Schweizer Geschichte und direkter Demokratie. Gleichwohl wurde „Die göttliche Ordnung“ einer der erfolgreichsten Schweizer Filme der jüngsten Zeit – womöglich wegen seiner „Wahrhaftigkeit“. Obwohl die Filmemacherin Petra Volpe die Geschichte frei erfunden hat, beruht der Film auf historischen Ereignissen. Selbst der pointierte Titel soll nicht einem Gedankenblitz entsprungen, sondern das Ergebnis ausführlicher Recherchen sein. Im Film stammt das saloppe Votum aus dem Mund einer Frauenstimmrechts-Gegnerin: In der „göttlichen Ordnung“, die in der Schweiz herrschte, bevor am 7. Februar 1971 per Volksabstimmung die Vorlage zur Einführung des Frauenstimmrechts angenommen wurde, war der Mann von Rechts wegen das Oberhaupt der Familie, Frau und Kinder waren ihm unterstellt. Die Schweiz war damit im internationalen Vergleich eines der späteren Länder, die d

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