Drama | Schweden/Deutschland/Frankreich/Dänemark 2017 | 151 Minuten

Regie: Ruben Östlund

Der eloquente und attraktive Kurator eines Museums für moderne Kunst in Stockholm plant eine Ausstellung über die Utopie der gesellschaftlichen Fürsorglichkeit. Die Vorbereitungen werden durch Zwischenfälle gestört, die um die widersprüchlichen Rollen, die das postmoderne Subjekt in Alltag und Beruf zu spielen hat, sowie um die Dialektik von hohem politischem Anspruch und profanem Alltagshandeln kreisen. Die bissige, bisweilen aber auch selbstgefällige Satire kommentiert pointiert die kaum aufzulösenden Widersprüche des Kunstbetriebs und des mit ihm verbundenen Milieus, wobei sie es nach Möglichkeit vermeidet, sich selbst als Teil dieser Szene mitzudenken.

Filmdaten

Originaltitel
THE SQUARE
Produktionsland
Schweden/Deutschland/Frankreich/Dänemark
Produktionsjahr
2017
Regie
Ruben Östlund
Buch
Ruben Östlund
Kamera
Fredrik Wenzel
Schnitt
Jacob Secher Schulsinger
Darsteller
Claes Bang (Christian) · Elisabeth Moss (Anne) · Dominic West (Julian) · Terry Notary (Oleg) · Christopher Læssø (Michael)
Länge
151 Minuten
Kinostart
19.10.2017
Fsk
ab 12; f
Genre
Drama | Komödie | Satire
Diskussion
Das nennt man dann wohl Timing! Während die „documenta“ in Kassel durchwachsene Schlagzeilen macht, gern über die Übernahme der Berliner „Volksbühne“ durch den „Kurator“ Chris Dercon oder so genannte Political Correctness gestritten wird, hat sich der schwedische Filmemacher Ruben Östlund den Kunstbetrieb als Handlungsraum seiner neuen, teilweise polemischen Versuchsanordnung namens „The Square“ vorgenommen. In einer Reihe von Episoden, die um Christian zentriert sind, den ebenso attraktiven wie reflektierten Kurator des Stockholmer X-Royal Museums, zeichnet „The Square“ ein böses, provokantes und satirisches Porträt eines spezifischen Milieus, das zwischen Kunst und Leben zu laborieren gewohnt ist. Welche Rolle spielt die Kunst im Leben? Was wurde eigentlich aus dem alten Avantgarde-Projekt einer Überführung von Kunst ins Leben? Östl

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