American Gods

Fantasy | USA 2017 | 443 (acht Folgen,Staffel 1) 424 (acht Folgen, Staffel2) Minuten

Regie: David Slade

Fantasy-Serie nach der gleichnamigen Romanvorlage von Neil Gaiman: Ein Ex-Krimineller wird nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis von einem dubiosen Mann als Bodyguard angeheuert und gerät durch seinen Arbeitgeber, der sich als altnordischer Göttervater Wotan entpuppt, in einen übermenschlichen Konflikt, der sich mitten im modernen Amerika zunehmend verschärft. Dabei machen die alten Götter, die unerkannt mitten unter den Menschen leben, mobil gegen erstarkende neue Götter wie Technik und Medien. Mit teils visionär-kraftvollen Bildern wird das Szenario spannungsvoll und beziehungsreich zwischen handfester US-amerikanischer Realität und überbordend Fantastischem umgesetzt. Getragen wird die Serie außerdem von starken Darstellern, die die Romanfiguren charismatisch umsetzen und teilweise auch vertiefen. Eine höchst unterhaltsame, mitunter drastisch-düstere Reflexion zum Verhältnis zwischen Menschen und dem, an was sie glauben. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
AMERICAN GODS
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2017
Regie
David Slade · Craig Zobel · Vincenzo Natali · Adam Kane · Floria Sigismondi
Buch
Bryan Fuller · Michael Green
Kamera
Darran Tiernan · Jo Willems · Aaron Morton · Tico Poulakakis · David Greene
Musik
Brian Reitzell · Danny Bensi · Saunder Jurriaans
Schnitt
Ron Rosen · Howard Leder · Stephen Philipson · Amy E. Duddleston · Art Jones
Darsteller
Ian McShane (Mr. Wednesday) · Ricky Whittle (Shadow Moon) · Emily Browning (Laura Moon) · Pablo Schreiber (Mad Sweeney) · Peter Stormare (Czernobog)
Länge
443 (acht Folgen,Staffel 1) 424 (acht Folgen, Staffel2) Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Fantasy | Literaturverfilmung | Serie

Heimkino

Die Box der ersten Staffel ist mit einem informativen 24-seitigem Booklet zu Cast & Crew versehen. Die Extras umfassen u.a. die Featurettes "San Diego Comic-Con Panel" (53 Min.), "Neil Gaiman über die Entstehung von 'American Gods'" (15 Min.) sowie eine Reihe von Interviews, darunter ausführlichere mit den Darstellern Ian McShane (12 Min.), Ian McShane und Ricky Whittle (11 Min.) und Ricky Whittle und Emily Browning (13 Min.).

Verleih DVD
StudioCanal (16:9, 1.78:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
StudioCanal (16:9, 1.78:1, dts-HDMA engl./dt.)
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Diskussion

Staffel 1

Wikinger betreten das Ufer einer neuen Welt und werden mit Kaskaden von Pfeilen empfangen. Durch eine Flaute werden sie davon abgehalten zu fliehen. Beschwörungen der Götter, ihnen Wind zu schicken, bleiben unerhört. Erst als sie gegeneinander kämpfen, werden sie von ihrem Kriegsgott erhört und können – arg dezimiert – in ihre Heimat zurückkehren. Unfassbar brutal und blutig geht es zu im Kampf der Nordmänner, für die die neue Welt alles andere als ein Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist. Sie reisen ab, doch lassen sie eine Statue ihres Gottes Odin zurück. Der wird viele Jahre später – da ist das Land längst zu den Vereinigten Staaten von Amerika geworden – menschliche Gestalt annehmen.

Diese menschliche Gestalt spielt in der Amazon-Serie der Brite Ian McShane, dem damit ein ähnliches darstellerisches Bravourstück gelingt wie mit seinem Auftritt als Al Swearengen in der Western-Serie »Deadwood«. Als Trickbetrüger Mr. Wednesday tritt er zum ersten Mal in Erscheinung, wenn er am Flughafen dem Kleinganoven Shadow Moon begegnet; der ist gerade auf dem Weg zur Bestattung seiner Frau, die kurz vor seiner Entlassung aus einer mehrjährigen Haft ums Leben gekommen ist. Wednesday gelingt es, ihn zu seinem Bodyguard zu machen. Erst nach und nach erkennt Shadow, worauf er sich da eingelassen hat; denn nicht nur sind Mr. Wednesdays Münztricks aus einer anderen Welt. Shadow erlebt Situationen, in denen Realität und Traum auf verstörende Weise verschwimmen.

Um das umzusetzen, lässt sich die Serie visuell einiges einfallen. Die unter anderem von Jo Willems, dem Kameramann der »Tribute von Panem«-Filme, eingefangenen Bilder sind bisweilen von einer nahezu visionären Kraft. Zugleich ist die Serie aber auch ausnehmend gut geschrieben. Der Prolog zu Beginn der zweiten Episode erweist sich als kluger Kommentar zur Geschichte

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