Drama | Deutschland/Bulgarien/Österreich 2017 | 121 Minuten

Regie: Valeska Grisebach

Ein wortkarger Einzelgänger Ende 40 kommt mit einem Trupp deutscher Bauarbeiter in ein entlegenes Gebiet Bulgariens, um ein Wasserkraftwerk zu errichten, knüpft Freundschaften mit den Bewohnern eines nahe gelegenen Dorfs, was zu Annäherungen, aber auch zu Konflikten führt und ihn zwischen die Fronten geraten lässt. Ein intensives Drama um die tiefe Sehnsucht nach Geborgenheit und einem Platz im Leben. Souverän verbindet der in grandiosen Naturlandschaften schwelgende, eindrucksvoll von Laiendarstellern gespielte „Heimatfilm“ Mythen und Chiffren des Western-Genres mit dem geduldigen neorealistischen Blick auf Möglichkeiten und Grenzen menschlichen Miteinanders. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
WESTERN
Produktionsland
Deutschland/Bulgarien/Österreich
Produktionsjahr
2017
Regie
Valeska Grisebach
Buch
Valeska Grisebach
Kamera
Bernhard Keller
Schnitt
Bettina Böhler
Darsteller
Meinhard Neumann (Meinhard) · Reinhardt Wetrek (Vincent) · Syuleyman Alilov Letifov (Adrian) · Veneta Frangova (Veneta) · Vyara Borisova (Vyara)
Länge
121 Minuten
Kinostart
24.08.2017
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Drama
Diskussion
In Howard Hawks’ Western-Klassiker „El Dorado“ (1966) spielte John Wayne den alternden Revolverhelden Cole Thornton, der als eine Art Wanderarbeiter durch die Lande zieht und sich als „Troubleshooter“ anheuern lässt. Dabei ist er so souverän, einen Auftrag, der ihm moralisch nicht behagt, auch schon mal abzulehnen; dann zieht er weiter zur nächsten „Baustelle“ und zum nächsten Kräftemessen mit raffgierigen Großgrundbesitzern oder schießwütigen Gaunern – ein Profi, unabhängig, ohne festen Wohnsitz. In Valeska Grisebachs „Western“ zieht es den ostdeutschen Meinhard auf eine Auslandsbaustelle in der bulgarischen Provinz, „auf Montage“, wie es heißt. Als Mitglied eines kleinen Trupps von Bauarbeitern bereitet der auf die 50 zugehende, wortkarge Einzelgänger in einem idyllischen Flusstal den Bau eines Wasserkraftwerks mit vor – ein Knochenjob in sommerlicher Hitze, inmitten einer unerschlossenen archaischen Naturlandschaft aus mächtigen Wäldern, hohen Bergen und tiefen Tälern. Gelegentlich trägt Meinhard eine Art Cowboy-Hut, mitunter kniet er auf einem hoch gelegenen Felsen und sch

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