Drama | Deutschland 2016 | 124 Minuten

Regie: Soleen Yusef

Um ihre verstorbene Mutter in der Heimat zu beerdigen, begeben sich drei in Deutschland aufgewachsene Geschwister auf eine Reise in die kurdische Region des Irak. Auf dem hindernisreichen Weg geraten sie durch ihre unterschiedlichen Temperamente permanent aneinander, finden durch die gemeinsame Krise aber allmählich zueinander. Im Rahmen eines Road Movie entfaltete Geschichte über Identität, Geschwisterrollen und kulturelle Entwurzelung, die sich nicht recht aus dem bemühten dramaturgischen Korsett und den schematischen Rollenbildern lösen kann. Erst in der vorübergehenden Zerstreuung der Geschwister findet der Film zu etwas mehr Eigenleben.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2016
Regie
Soleen Yusef
Buch
Soleen Yusef
Kamera
Stephan Burchardt
Schnitt
Hannes Bruun
Darsteller
Mina Özlem Sagdic (Liya) · Sasun Sayan (Jan) · Murat Seven (Alan) · Wedad Sabri (Gule) · Ahmet Zirek (Ferhad)
Länge
124 Minuten
Kinostart
31.08.2017
Fsk
ab 12; f
Genre
Drama
Diskussion
Hektisch wirft der Fotograf den Stromgenerator an, die Eltern und ihre Kinder stellen sich vor einer kitschigen Landschaftstapete in Pose, viel Zeit bleibt nicht, bevor die Elektrizität versagt. Die Familienfotos im Intro zu „Haus ohne Dach“ zeigen fröhliche Kinder, die Faxen machen, sich inszenieren, Rollen einnehmen. Die Eltern sind meist angeschnitten – eine Ankündigung, dass sie auch im übertragenen Sinn bald aus dem Bild sind. Es war einmal eine Familie. Viele Jahre später ist der Vater gestorben, Gule und ihre drei Kinder Jan, Liya und Ala

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