Biopic | Schweden/Dänemark/Finnland 2017 | 103 Minuten

Regie: Janus Metz

Beim Tennisturnier in Wimbledon steuerte 1980 alles auf ein Finale zwischen dem mehrfachen schwedischen Titelverteidiger Björn Borg und dem hitzköpfigen Amerikaner John McEnroe zu. Während die Medien den Zweikampf zu einem Duell von shakespeareschem Ausmaß hochstilisieren, rekapituliert das Drama mit vielen Rückblenden die teils schmerzhafte Ich-Werdung der beiden Tennisspieler, ihre Krisen, Neurosen und Erfolge. Ein mit viel Küchenpsychologie gespickter Sportlerfilm, der mit dem Tennissport visuell nur wenig anzufangen weiß.

Filmdaten

Originaltitel
BORG/MCENROE
Produktionsland
Schweden/Dänemark/Finnland
Produktionsjahr
2017
Regie
Janus Metz
Buch
Ronnie Sandahl
Kamera
Niels Thastum
Schnitt
Per Sandholt · Per K. Kirkegaard
Darsteller
Sverrir Gudnason (Björn Borg) · Shia LaBeouf (John McEnroe) · Stellan Skarsgård (Lennart Bergelin) · Tuva Novotny (Mariana Simionescu) · Ian Blackman (John McEnroe Sr.)
Länge
103 Minuten
Kinostart
19.10.2017
Fsk
ab 0; f
Genre
Biopic | Drama | Sportfilm
Diskussion
Zu Godards viel zitiertem Ausspruch, Film sei Wahrheit 24 mal in der Sekunde, gibt es beliebte Entsprechungen aus der Welt des Sports. Etwa von André Agassi. Darin heißt es sinngemäß, dass das, was bei einem Wettkampf stattfinde, „ein Leben im Kleinen“ sei. Der Film „Borg/McEnroe“, dem das Agassi-Zitat vorangestellt ist, hält sich im Wesentlichen an diese etwas schlichte Weisheit. Und da es um nichts weniger als das Leben im Kleinen gehen soll, spielt in Janus Metz’ Doppel-Biopic leider auch der Sport eine nur marginale Rolle, auch wenn auf dem Filmplakat das „o“ in Borg sehr hübsch von einem Tennisball eingenommen wird. Erzählerischer Kern des Films sind die Wimbledon Championships 1980. Der Schwede Bjö

Filmdienst Plus

Ich habe noch kein Benutzerkonto
Kommentar verfassen

Kommentieren