The Wailing - Die Besessenen

Fantasyfilm | Südkorea 2016 | 156 Minuten

Regie: Na Hong-jin

Eine Kleinstadt in den südkoreanischen Bergen wird von Gräueltaten heimgesucht, wobei scheinbar besessene Bewohner wahllos töten. Für den ermittelnden Polizisten wird die Wahrheitssuche zur persönlichen Angelegenheit, als seine Tochter in Gefahr gerät. Die Bevölkerung aber hat den Schuldigen längst in einem japanischen Einsiedler ausgemacht. Der mit Noir-Anleihen angereicherte Mystery-Thriller entfaltet ein bitterböses Märchen über Vorurteile und Glauben. Während die Inszenierung Genre-Motive mit Paranonia, Fanatismus und historischen Anspielungen mischt, kommt es ihr nicht vorrangig auf erzählerische Logik an; vielmehr glänzt der Film in weiten CinemaScope-Bildern durch seine intensive Atmosphäre.

Filmdaten

Originaltitel
GOK-SEONG
Produktionsland
Südkorea
Produktionsjahr
2016
Regie
Na Hong-jin
Buch
Na Hong-jin
Kamera
Hong Kyung-pyo
Schnitt
Kim Sun-min
Darsteller
Kwak Do-won (Jong-gu) · Hwang Jung-min (Il-gwang) · Jun Kunimura (der Japaner) · Chun Woo-hee (die rätselhafte Frau) · Kim Hwan-hee (Hyo-jin)
Länge
156 Minuten
Kinostart
12.10.2017
Fsk
ab 16; f
Genre
Fantasyfilm | Horrorfilm | Mystery-Film
Diskussion
Der düstere Film beginnt mit einem Bibelzitat. Als bei Lukas der auferstandene Jesus seinen Jüngern erscheint, „erschraken sie und fürchteten sich sehr. Sie dachten, ein Geist stünde vor ihnen.“ Um ihre Angst zu besänftigten, zeigt Jesus ihnen die Wunden an seinen Händen und Füßen: „Hier, fasst mich an und überzeugt euch, dass ich kein Geist bin. Geister sind doch nicht aus Fleisch und Blut wie ich!“ Doch genau das ist die Frage in „The Wailing“. Wer kann schon so genau sagen, was stimmt und was nicht, wer gut ist und wer Böses im Sinne führt? Diese Fragen ziehen sich wie ein roter Faden durch den Film. Es geht dabei immer wieder um Aspekte des Glaubens, wobei auch der koreanische Schamanismus, in dem Geister durchaus menschliche Gestalt annehmen kö

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