Django - Ein Leben für die Musik

Biopic | Frankreich 2017 | 117 Minuten

Regie: Etienne Comar

Im besetzten Frankreich begeistert der Gitarrist und Komponist Django Reinhardt (1910-1953) das Pariser Publikum mit seinem „Gypsy Swing“. Obwohl sich Nachrichten über die Verfolgung und Ermordung von Sinti und Roma mehren, glaubt sich der Musiker durch seine Popularität geschützt. Der in dunklen Sepia-Farben erzählte biografische Film konzentriert sich dramaturgisch reizvoll auf die wichtigsten Jahre im Leben Django Reinhardts zwischen 1943 und 1945. Gleichwohl gerät der historische Kontext allzu schlicht und behäbig; auch die außerordentliche Kraft von Reinhardts Musik blitzt in der Geschichte einer politischen Identitätsbildung nur in wenigen Momenten auf. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
DJANGO
Produktionsland
Frankreich
Produktionsjahr
2017
Regie
Etienne Comar
Buch
Etienne Comar · Alexis Salatko
Kamera
Christophe Beaucarne
Musik
Warren Ellis · Django Reinhardt
Schnitt
Monica Coleman
Darsteller
Reda Kateb (Django Reinhardt) · Cécile de France (Louise de Klerk) · Beata Palya (Naguine Reinhardt) · Bimbam Merstein (Negros Reinhardt) · Gabriel Mirété (La Plume)
Länge
117 Minuten
Kinostart
26.10.2017
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Biopic | Historienfilm | Künstlerporträt
Diskussion
„Wer ist dieser Clown?“, fragt der Gitarrist Django Reinhardt, als er den lächerlichen Mann mit dem Schnauzer auf der Leinwand sieht. Dass er Hitler in der Wochenschau nicht erkennt, sagt einiges über sein politisches Bewusstsein. Es ist immerhin das Jahr 1943. „Django“ findet für die erstaunliche Verdrängung des Musikers gleich in der ersten Szene ein deutliches Bild. In den Ardennen wird eine Gruppe von Roma, die im Wald ihr Lager aufgeschlagen haben, von Deutschen erschossen. Unter den Leuten ist auch ein blinder Musiker, der auch noch dann selbstversunken auf der Gitarre weiterspielt, als einige seiner Familienmitglieder schon tot auf dem Boden liegen. Der französische Regisseur Etienne Comar konzentriert die Erzählung des Films auf die

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