Die Misandristinnen

Experimentalfilm | Deutschland 2017 | 91 Minuten

Regie: Bruce LaBruce

Auf einem Landgut nahe Berlin plant eine radikalfeministische Terrorzelle die Revolution. Nach außen hin tarnt sie sich als katholisches Internat, hinter den Mauern aber wird ein neofeministischer Pornofilm gedreht, um den Aufstand zu finanzieren. Als zwei Schülerinnen einen verwundeten Linksradikalen im Keller verstecken, gerät der penibel durchgeplante Alltag aus den Fugen. Verqueres Potpourri aus Porno, Splatter und Reverenzen an einschlägige Vorbilder, das zu beliebig zwischen Satire und Sympathiebekundungen für Feminismus und linkes Denken changiert. Ein programmatisch gescheitertes Experiment des kanadischen „Enfant terrible“ Bruce LaBruce.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2017
Regie
Bruce LaBruce
Buch
Bruce LaBruce
Kamera
James Carman
Schnitt
Judy Landkammer
Darsteller
Susanne Sachsse (Big Mother) · Viva Ruíz (Schwester Dagmar) · Kembra Pfahler (Schwester Kembra) · Caprice Crawford (Schwester Barbara) · Grete Gehrke (Schwester Grete)
Länge
91 Minuten
Kinostart
02.11.2017
Fsk
ab 18; nf
Genre
Experimentalfilm | Satire | Sexfilm | Splatterfilm
Diskussion
Auf Krücken durchquert eine Nonne den Park in Front eines Herrenhauses. Sie tut das ihrer Berufung und ihrem Gesundheitszustand entsprechend gemächlichen Schrittes. Auf einmal aber erklingt aus dem Off beschwingter Schallplattensound. Die Nonne, deren Gesicht man nicht sieht, wirbelt ihre Gehstöcke durch die Luft und beginnt zu tanzen. Ein paar Schritte nach vorne, ein paar Schritte zur Seite. Dann knistert es aus dem Off, als habe jemand die Nadel übers Vinyl gezogen, und die Musik verstummt. Im selben Moment hält auch die Nonne inne, dreht den Kopf zur Seite, wie um sicher zu gehen, dass sie auch niemand beobachtet habe, und humpelt anschließend wieder im altehrwürdigen Schneckentempo weiter. Das ist nur einer von vielen grotesken Momenten aus Bruce LaBruces „Die Misandristinnen“. Ein surrealer, blasphemisch angehauchter Gag, wie ihn auch Luis Buñuel in „Das Goldene Zeitalter“ hä

Filmdienst Plus

Ich habe noch kein Benutzerkonto
Kommentar verfassen

Kommentieren