Drama | Großbritannien 2016 | 89 Minuten

Regie: William Oldroyd

Mitte des 19. Jahrhunderts wird eine junge Frau mit einem deutlich älteren Gutsbesitzer verheiratet. Von diesem ignoriert und von ihrem strengen Schwiegervater unterdrückt, droht sie zu verkümmern, bis sie ein Verhältnis mit einem Knecht eingeht. Als die Beziehung entdeckt wird, setzt sie sich gewaltsam zur Wehr. Vielschichtige freie Adaption von Nikolaj Leskows Novelle „Lady Macbeth aus dem Landkreis Mzensk“ (1865), die den Stoff ins viktorianische England verlegt. In präzise gestalteten Tableaus fängt das Drama die Unterdrückungsmechanismen ein und lässt den gewalttätigen Widerstand gegen die vorgeschriebene Ordnung als einzige Lösung erscheinen.

Filmdaten

Originaltitel
LADY MACBETH
Produktionsland
Großbritannien
Produktionsjahr
2016
Regie
William Oldroyd
Buch
Alice Birch
Kamera
Ari Wegner
Schnitt
Nick Emerson
Darsteller
Florence Pugh (Katherine Lester) · Cosmo Jarvis (Sebastian) · Paul Hilton (Alexander Lester) · Christopher Fairbank (Boris Lester) · Naomi Ackie (Anna)
Länge
89 Minuten
Kinostart
02.11.2017
Fsk
ab 12; f
Genre
Drama | Literaturverfilmung
Diskussion
Für sein Spielfilmdebüt hat der Brite William Oldroyd den Stoff von Nikolaj Leskows Novelle „Lady Macbeth aus dem Landkreis Mzensk“ (1865) aus der russischen Provinz in das hyperpatriarchale England des Jahres 1856 verpflanzt. Den im Titel suggerierten Shakespeare-Bezug sollte man allerdings nicht überbewerten, da es sich bei der Vorlage um einen ironischen Kommentar Leskows zum grüblerisch-intellektuellen Figureninventar Turgenjews handelt, dem Leskow vitale Figuren entgegenstellt und dabei auf psychologische Tiefenbohrungen nach Möglichkeit verzichtet. Wie im Falle der Lady Macbeth in Shakespeares Tragödie ist von wenigen Impulsen auszugehen, um eine Figur holzschnittartig zu entwerfen. Die Inszenierung macht sich di

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