Drama | Deutschland 2017 | 104 Minuten

Regie: Jan Henrik Stahlberg

Ein alternder Mann aus Wuppertal versucht vergeblich, an seine einstigen Erfolge als Frauenheld anzuschließen. Er bekommt Besuch von seinem Sohn, dessen Frauenbild sich primär aus Internetpornos speist und der sich aggressiver, aber genauso vergeblich wie sein Vater ständig auf der Jagd nach Sex befindet. Auch im Zweier-Team kommen sie nicht viel weiter, sich aber immerhin gegenseitig näher. Der Independent-Film arbeitet sich schonungslos-provokativ an Männlichkeitsbildern und Sexismus ab, führt sein Thema im Rahmen einer Vater-Sohn-Geschichte aber nicht konsequent genug zu Ende.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2017
Regie
Jan Henrik Stahlberg
Buch
Jan Henrik Stahlberg · Wolfram Fleischhauer
Kamera
Ferhat Yunus Topraklar
Schnitt
Sarah Clara Weber
Darsteller
Jan Henrik Stahlberg (Rocky) · Franz Rogowski (Thorben / Thorsten) · Thomas Bading (Sigmar) · Susanne Bredehöft (Wilson) · Jan Pohl (Bukake)
Länge
104 Minuten
Kinostart
16.11.2017
Fsk
ab 16; f
Genre
Drama | Komödie
Diskussion
Richard „Rocky“ Ockers, mittlerweile eher der Typ „Ritter von der traurigen Gestalt“, galt einst nicht nur sich selbst als der „größte Stecher von Wuppertal“. Wenn der junge Adonis zu französischen Chansons griff, konnte ihm kaum eine Frau widerstehen. Noch heute erzählt Rocky gerne davon, aber ach, tempi passati! Was auch daran liegen mag, dass Rockys Beuteschema im Gegensatz zum Jäger selbst jung geblieben ist. Und so ist es nur noch peinlich, wenn er sich im Squash-Center „so wie ein Tiger“ (Peter Kraus) mit naturbelassener Frisur in kackfarbener Funktionskleidung vom Tresen her an eine Gruppe junger Frauen heranmacht. Wird Rocky immerhin noch durch ein Reservoir verklärend-romantischer Erinnerungen an eine einstmals erfolgreichere Sex-Praxis sozial diszipliniert, so verbindet sich bei seinem Sohn

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