Drama | Deutschland 2017 | 92 Minuten

Regie: Julia Keller

Ein Mann, der lange Zeit als Marketing-Direktor bei einer Kosmetikfirma gearbeitet hat, wird gefeuert und befindet sich danach seelisch und moralisch im freien Fall. Die Fähigkeit, jenseits seines Jobs etwas Sinnvolles mit sich anzufangen, scheint ihm völlig abhanden gekommen zu sein. Ein in düsteren Bildern verdichtetes Drama, das dem Gefühl des „Aussortiertseins“ aus der Leistungsgesellschaft nachspürt, wobei es ihm nicht gelingt, die Hauptfigur zu einem konturierten Charakter auszubauen, dem man Anteilnahme entgegenbringen kann.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2017
Regie
Julia Keller
Buch
Julia Keller · Janis Mazuch
Kamera
Janis Mazuch
Schnitt
Julia Keller
Darsteller
Godehard Giese (Walter) · Loretta Pflaum (Nicola) · Isabelle Barth (Tina) · Tinka Fürst (Lisa) · Moritz Heidelbach (Sven)
Länge
92 Minuten
Kinostart
09.11.2017
Fsk
ab 12; f
Genre
Drama
Diskussion
Walter Stein hat immer dazugehört. Er ist einer der Erfolgreichen, einer, der es geschafft hat. Dann wird ihm völlig unerwartet gekündigt. Eben noch Marketing-Direktor bei einem Kosmetikhersteller, fühlt er sich plötzlich wie ein Nichts. Walter – tadellos sitzender Anzug, schütter werdendes Stirnhaar – weiß nicht mehr, wer er ist, was er tun soll, wohin es gehen kann. Wozu das schicke Haus? Der teure Wagen? Die Ehe mit Nicole, die als Lektorin auf einmal erfolgreicher ist als er? Walter hat „für sein Leben gerne gearbeitet“. Auch abends klappte er auf dem Sofa seinen Laptop auf, während seine Frau allein im Bett verschwand. Und so kommen nun all die guten Ratschläge, den Umbruch als Chance zu sehen, nicht bei ihm an. Der geschasste Geschäf

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