OPER. L'Opéra de Paris

Dokumentarfilm | Frankreich/Schweiz 2017 | 106 Minuten

Regie: Jean-Stéphane Bron

Dokumentarische Langzeitbeobachtung des technischen Apparats in der Pariser Oper, die vor allem das gewaltige Räderwerk hinter den Aufführungen in den Blickpunkt rückt, bei dem kreatives Schaffen und minutiöse Planung geschmeidig ineinander aufgehen müssen. Der kommentarlose Film zeigt die physischen und administrativen Anstrengungen des Opernbetriebs und verdichtet viele pointierte Details zu einer schillernden Collage. Dabei fällt er zwar manchmal sperrig und distanziert aus, macht dessen ungeachtet aber den Reichtum eines einzigartigen künstlerischen Kosmos eindrücklich erfahrbar.

Filmdaten

Originaltitel
L' OPÉRA DE PARIS
Produktionsland
Frankreich/Schweiz
Produktionsjahr
2017
Regie
Jean-Stéphane Bron
Buch
Jean-Stéphane Bron
Kamera
Blaise Harrison
Schnitt
Julie Lena
Länge
106 Minuten
Kinostart
28.12.2017
Fsk
ab 0; f
Genre
Dokumentarfilm
Diskussion

Der Westschweizer Filmemacher Jean-Stéphane Bron hat keine Angst vor großen Themen. 2010 realisierte er mit „Cleveland vs. Wall Street“ (fd 40 049) ein doku-fiktives Tribunal, das dem Versagen der Banken nachforschte, 2013 folgte „L’Experience Blocher“, ein Porträt des bekanntesten rechtspopulistischen Politikers der Schweiz.

„Oper. L’Opéra de Paris“ ist ein Institutionsporträt über eines der größten und traditionellsten Kulturhäuser von Paris. Man kann diese Angstfreiheit, so wie Bron es selbst tut, als Neugierde verstehen. Als Lust eines gerne dokumentarisch arbeitenden Filmemachers auf Neues. Selbst dann, wenn ihm dies gänzlich unbekannt ist. Er habe, betonte Bron, vor diesem Projekt nichts über die Oper, das Funktionieren einer solchen Institution, das Ballett oder, wie er es nennt, der „lyrischen Kunst im Allgemeinen“ gewusst. Das ist ein radikaler Ansatz und vielleicht nicht der schlechteste, um etwas zu erkunden: die

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