Drama | USA 2017 | 117 Minuten

Regie: Steven Spielberg

Im Sommer 1971 muss die Herausgeberin der „Washington Post“ mit ihrem Team entscheiden, ob die US-Tageszeitung Erkenntnisse aus einem geheimen Pentagon-Dossier veröffentlicht will, das die US-Regierung schwer belastet. Ohne Pathos und weitgehend nüchtern inszeniert, verlässt sich die Inszenierung vor allem auf die großartigen Darsteller. Der Film leidet allerdings unter einem geradezu missionarischen Impuls und dem impliziten Zwang, einen Kommentar zur Gegenwart abgeben zu müssen.

Filmdaten

Originaltitel
THE POST
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2017
Regie
Steven Spielberg
Buch
Liz Hannah · Josh Singer
Kamera
Janusz Kaminski
Schnitt
Michael Kahn · Sarah Broshar
Darsteller
Meryl Streep (Kay Graham) · Tom Hanks (Ben Bradlee) · Sarah Paulson (Tony Bradlee) · Bob Odenkirk (Ben Bagdikian) · Tracy Letts (Fritz Beebe)
Länge
117 Minuten
Kinostart
22.02.2018
Fsk
ab 6; f
Genre
Drama | Historienfilm | Thriller
Diskussion

Es gibt Filme, die schwer an der Last der Historie tragen und an ihrem Anliegen, diese ins Jetzt zu übersetzen. Häufig quellen aus ihnen Botschaften und politische Statements, als sei die Leinwand nicht richtig vernäht. Daneben gibt es aber auch die Filme von Steven Spielberg. Mit großer Leichtigkeit tanzen sie für gewöhnlich auf den offensichtlich starken, breiten Schultern eines außergewöhnlichen Filmemachers, der das Spektakelkino mit zur Welt brachte, diesem inzwischen aber eher skeptisch gegenüberzustehen scheint, jetzt, da jeder Spektakel machen kann.

Sein jüngster Film ist, einem weiteren Klischee über Spielberg zum Trotz, eigentlich eine nüchterne Angelegenheit. Sein Pathos, sein Schreien nach Bedeutsamkeit, hallt einsam durch die Welt jenseits des Kinosaales, hinaus vor allem zu einem Präsidenten und seinen Claqueuren, die dem

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