Meister der Träume

Dokumentarfilm | Frankreich/Deutschland 2017 | 85 Minuten

Regie: Sonia Kronlund

Die französische Journalistin Sonia Kronlund porträtiert den produktivsten afghanischen Regisseur Salim Shaheen und sein unkonventionelles Filmschaffen. Gemeinsam begeben sie sich auf eine Reise durch das zerstörte Land, in dem die Gewalt nicht nur in allen Lebensbereichen, sondern auch in den Filmen präsent ist. Dabei gelingt es ihnen zugleich, die soziale Kraft des Kinos spürbar zu machen, durch das sich ansonsten undenkbare Zwischenräume eröffnen. Ein beeindruckendes und vielschichtiges Filmdebüt über die Rolle der Kunst angesichts des alltäglich gewordenen Krieges. (O.m.d.U.)

Filmdaten

Originaltitel
PRINCE OF NOTHINGWOOD
Produktionsland
Frankreich/Deutschland
Produktionsjahr
2017
Regie
Sonia Kronlund
Buch
Sonia Kronlund
Kamera
Alexander Nanau · Eric Guichard
Schnitt
Sophie Brunet · George Cragg
Länge
85 Minuten
Kinostart
03.05.2018
Fsk
ab 12; f
Genre
Dokumentarfilm
Diskussion
Salim Shaheen ist ein Original. Wenn der afghanische Filmemacher in seiner stattlichen, aber zugleich sehr agilen Körperlichkeit in den Straßen auftaucht, fasziniert er die Menschen mit seiner Präsenz nicht weniger als durch seine Filme. Shaheen hat durch die vielen Kriege, die seine Heimat in den letzten Jahrzehnten erschütterten, nie Lesen und Schreiben gelernt; aber er ist gegen den Willen seiner Eltern, die ihn dafür schlugen, ins Kino gegangen und hat selbst angefangen, Filme zu drehen. Sogar die anhaltenden Bombardierungen konnten seinen Drang nicht stoppen, sich selbst auszudrücken. Über 110 Filme hat er mit rudimentärem Equipment bislang realisiert. Für ihn steht dabei nicht illusionistische Perfektion im Vordergrund, sondern die Praxis des Filmemachens selbst. „Nothingwood“, nennt er sein Kino mit ironischem Bezug auf die US-amerikanischen und indischen P

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